Saturday, 30 April 2011

Julia Gillard - die Litfaßsäule

Boyfriend zeigt sich kopflos?!

Gestern haben Kate und William geheiratet. Einfach nur ein Traum!

Julia Gillard war auch eingeladen zur Trauung in Westminster Abbey (Commonwealth).  Royal Wedding. G'Day Jooolia!
 
Heute geht es hier bei mir um Mode. Die Skeptiker, die bislang Mode und Australien nicht in einem Atemzug nennen konnten, werden Augen machen.

Ganz Australien hatte nur eine Frage im Sinn und zwar ob ihre ganz eigene „Joooolia“, ... ganz kurz, Jooolia wird hier in Australien oft Joooolia genannt, weil sie einen nicht ganz vorteilhaften Akzent hat, wenn sie spricht.

Also! Ganz Oztralien hatte nur eine Frage im Sinn und zwar ob ihre ganz eigene „Joooolia“ gut angezogen war oder ob sich alle wieder für sie schämen müssen.

Kann man nur schwer nachvollziehen. Warum ist es jetzt so wichtig, was die Premierministerin anhatte? Wie kann eine Premierministerin ihr Land stolz machen, mit dem was sie anhat? 

Stimmt doch gar nicht! Wollen wir mal nicht so arrogant sein. Natürlich ist das ja so nicht ganz richtig. Kleider machen Leute, dass weiß doch jeder.

Alle sind sich einig, die Julia hat die Australier mit ihrer Kleiderwahl ganz stolz gemacht. Sie war von oben bis unten in australische Marken, hier auch „Legenden“ genannt, gekleidet. 

Da hat sie das ganze Land mit einem einzigen Auftritt befriedigt! Spannend war es vorher. Die Julia, die weiß, wie man das Volk unterhält. Ihr Outfit blieb bis zur Hochzeit in London geheim.

Jooolia, nicht länger nur Australiens Premierministerin, nein, ab gestern auch Modebotschafterin und wandelnde Litfaßsäule. "Good on ya Joolia".

Boyfriend grinst, Kopf wieder dran!
Und wer das Outift nun nachkaufen, oder einfach mal Australiens „Mode-Legenden“ kennenlernen möchte ..

Jacke. Aurelio Costarella Klicken
Oberteil. Carla Zampatti Klicken
Rock. Anthea Crawford Klicken
Schuhe. Alan Pinkus Klicken
Kopfputz. David Jones Klicken

Julia Gillard hat den ganzen Aufzug in den Kaufhäusern David Jones und Myer bekommen.  Hatte sie nicht so viel Gerenne! Klicken ...

Und ihr Freund, Tim Mathieson, der hat seinen Anzug bei Hugo Boss gekauft, das Oberhemd in irgendeinem Laden in Melbourne, seine Schuhe waren von Aquila und seine Krawatte von Declic.

Und wer jetzt auch mal jemanden anziehen würde, sich die Joooolia aber nicht leisten kann, der findet seine ganz eigene "Anziehpuppe" hier.

Schöne Grüße aus Melbourne!

Thursday, 28 April 2011

Australien und Rodeo. Beides außergewöhnlich

Egal was es auch ist, alles ist andauernd „awesome“ hier in Australien.

„Awesome“, das ist so eine Art absolut positiver Kraftausdruck, den man immer dann einsetzen kann, wenn man etwas echt „geil“ findet und das aber aufgrund eines beschränkten Wortschatzes nicht anders auszudrücken vermag.

Awesome! Das ist eines der wichtigsten Wörter hier in Australien.

Trifft sich ja gut, hier haben es sowieso alle am liebsten, wenn man als Immigrant einfach alles nur „awesome“ findet.

Heißer Tipp, um dazuzugehören, einfach immer alles als „awesome“ bezeichnen. Unter keinen Umständen einfach sagen, wenn man etwas als nicht so schön empfindet. Das wäre ungezogen und obendrein auch noch alles andere als „awesome“!

Es will eh niemand wissen, was man wirklich denkt. Ist ja sowieso alles "No worries".


Am Wochenende war ich auf einem Rodeo. Es war sehr aufschlussreich und aufregend so was mal zu erleben. Alles in allem ein echt prima Tag. Einer, der mir in Erinnerung bleiben wird, da er recht außergewöhnlich war. Awesome!









Doch habe ich mich bei vielen der Anwesenden Besucher auch gefragt, ob die jetzt wohl so aussehen, weil sich ganz nah Verwandte gepaart haben. 

Und, warum spritzte den Bullen auf der panischen Flucht vor den Cowboys der Kot völlig unkontrolliert und im hohen Bogen aus dem Hinterteil, sodass diese völlig kotverschmiert waren? 

Und wie kommen die alle gleich von hier mit ihrem tiefergelegten UTE weg, obwohl sie sich den Jim Beam wegziehen wie andere Leute Orangensaft?

Die ReiterInnen waren allesamt sehr talentiert und fähig. Jede Bewegung saß. Aufregend echte Cowboys zu erleben.

Das ist ja wohl das, was die Menschen so lieb haben an Australien. Das hier das meiste so außergewöhnlich ist. Wer auch mal hin möchte, findet hier alle Infos zum Rodeo in Lang Lang. Awesome!

Schöne Grüße aus Melbourne!


Tuesday, 26 April 2011

Augenzeugin. Franzi aus Deutschland!

Heute erzählt uns mal die Franzi aus Queensland, wie sie es so findet, hier in Australien zu leben. Für die Australier ist sie die Francy, weil Franzi hier ja sonst niemand aussprechen kann.

Sie ist im letzten November 25 geworden und wohnt seit 1,5 Jahren mit ihrem Partner in einem schönen Strandhaus in Palm Beach, Queensland. 

In Deutschland hat sie Kulturwissenschaften studiert, sie plant hier in Australien aber noch einen Master in Marine Science zu machen und sich voll und ganz der faszinierenden Unterwasserwelt zu widmen.




Wie lange wohnen Sie schon hier in Australien?

Ich habe von Januar bis Juli 2008 ein Auslandssemester in Brisbane gemacht und bin dann im Februar 2009 für ein Praktikum und zum Reisen zurückzukommen. Wirklich sesshaft bin ich erst im Oktober/November 2009 geworden. Also jetzt seit 1,5 Jahren, wobei ich aber insgesamt schon seit drei Jahren hier bin.

Wir alle wissen, die Zeit rennt und wir erleben viel. Erinnern Sie sich doch bitte. Was haben Sie gedacht, nachdem Sie Ihren ersten Tag hier verbracht hatten?

Ich war wie in einem Trance-Zustand. Alles war sehr fremd und am Ende des Tages hatte ich sogar eine Art Panikattacke und wollte am liebsten sofort wieder nach Hause.

Wie haben Sie die Zeit des Einlebens empfunden, was war während dieser Zeit das schwierigste, was das einfachste?

Das Einleben an sich war recht einfach. Als wir in unser Strandhaus gezogen sind, war ich überglücklich das Meer direkt vor der Tür zu haben und nachts das Wellenrauschen zu hören. Erst mit der Zeit fehlten dann so einige Dinge. Neben meinen Eltern ist ein ganz großer Faktor das deutsche Essen! 

Die Esskultur der Australier ist ziemlich armselig und wo ich schon mal bei Kultur bin ... Kultur in Australien? Ich wüsste nicht, was eine typisch australische Kultur ist und dann fehlt mir der Weihnachtsmarkt, Städte mit engen Gassen und vieles mehr. Manchmal fehlt mir einfach Deutschland. So alles eigentlich, sogar die genervten Verkäufer an der Kasse.

Der in Australien gültige Urlaubsanspruch von 20 Urlaubstagen pro Jahr (plus Feiertage) beschränkt ungemein! Alleine, wenn man zu berücksichtigen hat, dass ein Flug nach Europa 24 Stunden dauert. Welche Sehenswürdigkeiten hatten Sie die Gelegenheit zu besuchen?

Mein Partner und ich arbeiten beide mit eigener ABN (Australian Business Number) und haben riesige Freiheiten in unseren Jobs. Wenn wir nicht arbeiten wollen, brauchen wir das auch nicht. Die Urlaubsplanung fällt da recht leicht.

Ich bin die ganze Ostküste von Sydney bis Cape Tribulation abgefahren und plane noch viele weitere Reisen.

Drei in einer. Wie oft fliegen Sie heim, wie oft haben Sie Besuch aus der Heimat, was ist Ihr bestes Hilfsmittel gegen Heimweh?

Ich bin, seit dem ich das erste Mal in Australien angekommen bin, zweimal wieder nach Hause geflogen.

Besuch aus der Heimat gab es von meinen Eltern bisher einmal und von einer Freundin zweimal.

Das beste Heilmittel gegen Heimweh ist für mich das Meer oder ein Treffen mit deutschen Freunden, die ich hier inzwischen gefunden habe.


Alles total anders hier! Was hat Sie am meisten überrascht?

Wie freundlich hier alle sind, die hohen Preise und die Architektur. In Brisbane stehen alte viktorianische Häuser neben einem modernen Highriser, daneben steht dann wieder eine Kirche und gleich daneben wieder ein Highriser. Die Gold Coast, oder besonders Surfers Paradise, ist wie Disneyland, alles wirkt etwas unecht und die Qualität der Häuser erscheint mir nicht so robust, wie ich es von Zuhause kenne.

Was lässt sich zum kulturellen Angebot in Australien sagen?

Das Kulturangebot in Brisbane ist eigentlich recht gut. Da gibt es sogar eine ganz nette Internetseite, auf der man sich über kommende Feste und Events informieren kann.

Die Gold Coast ist sehr touristisch und das Angebot ist eher eingeschränkt. Hier gibt es einmal im Jahr eine Art Formel 1 durch die Stadt und ansonsten gibt es hier Theater, Musicals und Kinos, die ich alle gerne besuche. Sport ist auch sehr beliebt in Australien und ich lese öfter von Marathons, aber ich laufe jetzt nicht so gerne kilometerweit in der prallen Sonne.

Wenn Australien eine Frau wäre, wie würden Sie sie beschreiben?

Freundlich aber sehr oberflächlich. Sie hat keinen eigenen Stil und findet sich selbst besser und schlauer als sie ist.

Hinterher ist man immer schlauer! Was hätten Sie gerne vorher gewusst? Nach so einer langen Zeit, die Sie schon hier leben, kann man Sie ohne Weiteres als Experten bezeichnen. Jetzt bitte noch Ihren Rat für „auswanderungswütige“! Noch irgendwas, was Sie uns unbedingt noch gerne erzählen möchten?

Hätte ich alles vorher gewusst, wäre ja die Spannung hin gewesen. 

Mein Rat für "auswanderungswütige" wäre: Überlegen Sie es sich genau! Es gehört eine Menge Mut, Toleranz und irgendwie auch Humor dazu, um sich hier halbwegs wohlzufühlen und durchzuschlagen.

Das Gras ist nicht grüner hier unten, dafür ist der Sand hier rot. Was ich damit sagen will, ist, es hat alles seine Vor- und Nachteile. Ich nehme hier sehr viel in Kauf, aber irgendwie muss ich ja auch einen Grund haben.

Würden Sie wieder nach Australien auswandern?

Ja, schon alleine wegen der Erfahrung. Es ist ja nicht so, dass ich nicht mehr zurück nach Hause könnte, wenn ich wollte. 

Danke sehr! Für Ihre Zukunft wünsche ich Ihnen alles Gute.


Schöne Grüße aus Melbourne!

Saturday, 23 April 2011

Der australische Osterhase


Hase und Hasendame sind hier nicht sehr beliebt. Die sind für die Ozis eine Plage. Die zerstören alles. 

Pfiffig, wie die Australier sind, haben sie etwas Einzigartiges erfunden, da sind sie gut drin. Etwas das es nur hier in Australien gibt. Schon was Besonderes, dieses Australien. Hasen, ach wie herkömmlich! 

Ostern feiert man hier mit einem typischen Australier, dem Kaninchennasenbeutler ... aus Schokolade. Ein schöner Name auf Deutsch übrigens. Auf Englisch und hier in Australien heißt der aber Bilby, der Kaninchennasenbeutler.

Der Kaninchennasenbeutler ist vom Aussterben bedroht. In freier Natur hab ich ihn noch nie gesehen. Nur aus Schokolade kenne ich ihn, den Oster-Bilby.


Ostern, da färbt man ja auch schon gerne mal das eine oder andere hart gekochte Ei. Wir wären ja nicht in Australien, wenn ich die Eierfarbe jetzt einfach eben so kaufen könnte. Man rennt von A nach B, als suche man irgendeinen Schatz. Heute jedoch habe ich dann endlich Eierfarbe gefunden. Und zwar gleich in zwei Geschäften nebeneinander. 

Im ersten Geschäft habe ich gefragt, ob es Ostereierfarbe gibt. Ja, die gab es, die Dame hat wohl gleich gemerkt, dass ich Profi bin im Eierfärben. „Aber leider nicht aus Europa, die kriegt man hier nicht rein ins Land, wir haben nur welche aus Griechenland“. 

Ich sah mich gezwungen die Eierfarbe woanders zu kaufen. Obwohl es mir schwerfiel, habe ich mich ohne die Eierfarbe von der Verkäuferin verabschiedet. Hatte ich ein Glück, das es die Farbe auch im Nachbarladen gab und ich sie dort kaufen konnte.

Morgen ist ja Ostern und vielleicht bekommt die Verkäuferin ja auch einen Atlas geschenkt vom Oster-Bilby...

Schöne Grüße aus Melbourne!

Wednesday, 20 April 2011

Australien. Hier kriegt man Kiwis und jetzt sogar auch ZARA

So sieht das aus, wenn Australier jetzt endlich auch mal bei ZARA reinwollen! Unter so Bedingungen lebt man in Australien. ZARA ist der absolute neue heiße Renner. Was ganz neues für viele. Bis auf all die, die schon mal im Urlaub außerhalb von Oztralien waren oder Immigrant sind.

ZARA Sydney, Australien
So schwer zu verstehen, wenn man nicht hier lebt. Ich warte jetzt seit fünf Jahren und einigen Wochen auf ZARA. Wie oft habe ich schon Leute aus dem ehemaligen Ostdeutschland ungläubig gefragt, ob es bei ihnen echt keine Kiwis gab. Bis heute musste ich auf ähnliche Fragen antworten, das es hier echt kein ZARA gab. Doch das wird sich jetzt ändern.

Ein tolles Gefühl. So wie, ab heute wird alles anders, besser, bunter, herrlicher! 

ZARA hat in Sydney eröffnet! Eine andere Handelskette (Witchery) ist darüber jedoch gar nicht besorgt, sie spielen in einer anderen Liga, mit höheren Preisen (sehr gut erkannt) und besserer Qualität (witzig, man muss nur fest dran glauben)!? Normales Programm, im Reden sind die hier alle super.

Melbourne muss noch bis Juni 2011 warten, dann gibt es auch hier endlich ein ganz klein wenig Europa. ZARA!

Schöne Grüße aus Melbourne!

Noch ein Wochenende in Sydney?

Sydney ist und bleibt einfach aufregend toll. Es scheint mehr natürlich gewachsen und weniger auf dem Reißbrett angelegt. Viele Plätze in Sydney wirken authentischer als Melbourne. Achtung! Achtung! Jetzt regen sich alle wieder auf. So etwas müsste man hier in Melbourne mal laut sagen. Ich verstehe diese Rivalität zwischen Melbourne und Sydney nicht. Vielleicht reiten die Leute hier auch so gerne drauf rum, weil sie sonst nichts zu erzählen hätten. 

Lass ich sie einfach mal weiter diskutieren.


Viele Menschen, die ich kenne, fliegen über Ostern nach Sydney. Und die fragen alle, was kann man dort sehen, machen, erleben? Welche Orte fallen mir zu besuchen ein in Sydney? Jetzt einfach mal so aus dem Stegreif! 

Der Landeanflug auf Sydney ist doch schon spektakulär genug.

So, jetzt aber ein paar Ideen!


The Museum of Contemporary Art. Da sollte ich hin!
Restaurant Guillaume at Bennelong. Da sollte ich hin!
Summit Bar im 47. Stock. Da sollte ich in!
Art Gallery NSW. Da sollte ich hin!
Royal Botanic Gardens. Da sollte ich hin!
Andrew 'Boy' Charlton Pool Cafe. Da sollte ich hin!
Pendolino Restaurant (Location?! ...) Da sollte ich hin!
Watsons Bay mit der Fähre. Strand, kleiner Ort und Leuchtturm!
Paddington! 


Andrew 'Boy' Charlton Pool
Orbit Bar
Für das lange Wochenende habe auch ich tolle Pläne. Dazu in den nächsten Tagen mehr hier von mir an dieser Stelle! Ich werde den Osterhasen, ein paar Jazzer, Cowboys, Wombats und Bauern treffen und werde auch wieder ein paar Einheimische für Euch ausfragen ... Vielleicht kommt ja auch alles ganz anders?

Hier hab ich ja schon mal angedeutet was da so geht in Sydney. Was denn? Ein perfekter Touri-Tag in Sydney!
Schöne Grüße aus Melbourne!



Tuesday, 19 April 2011

Australien, Heidi, wandern, singen und Beethoven!

Das die Heidi (Freundin vom Ziegenpeter) weltweit bekannt und das Wandern des Müllers Lust ist, das wissen alle Deutschen. Und die Becki, aus dem kleinen verschlafenen Küstenort Inverloch in Victoria, Australien, die träumt davon, das dies bald auch alle Australier wissen.


Singen und spazieren gehen!

Montags 10 Uhr, 27 Ripple Drive.

Laufen Sie über gewundene Busch- und Strandwege, während wir gemeinsam singen. Die ganz Kleinen sind im Kinderwagen dabei, die Kleinkinder laufen umher und spielen ein Instrument (bitte das eigene Mitbringen)
Bringen Sie was zu essen mit, dass wir anschließend bei einem Picknick teilen können.

Bei Interesse Becki anrufen ...
 


Die Becki hat sich das ja ganz herrlich ausgedacht. Das hört sich ja so fröhlich und ausgelassen an.

Der Gotthilf Fischer und die Fischer Chöre hätten ihre helle Freude daran! Wenn die sich nun von Beckies Anzeige inspirieren lassen, na dann prost Mahlzeit. Die buchen womöglich umgehend einen Flug hierher nach Australien. Ich sehe das ganze Szenario bereits mehr als deutlich vor mir.

Australische Abendnachrichten. „Das rockt! Eine Gruppe Deutscher hat sich am Uluru eingefunden, um den Superhit „An die Freude“ zu singen. Der Song entstand seinerzeit aus einem Joint Venture zwischen Beethoven und Schiller“.

Becki aus Inverloch, die weiß gar nicht, was sie im Moment gerade vielleicht auslöst. Vielleicht werden wir dann irgendwann doch noch alle Brüder?

Leider war es mir nicht möglich, die heitere Becki beim Singen und Wandern zu filmen, doch ungefähr so muss das wohl aussehen, was sie da in Inverloch macht. Bis 0:15 bitte ich alle Leser höflichst um Geduld.



 Wie komme ich denn in Australien zum Uluru?

Schöne Grüße aus Melbourne!

Australien im Osterfieber!

Die Ostervorbereitungen laufen in dieser Woche auf Hochtouren. Auch hier in Melbourne!

Und, wie feierst du Ostern? Ich werde einen Juden kreuzigen. Was? Abartige Antwort! Hier in Melbourne leben Menschen, die so was wirklich planen und es mit der Welt „teilen“.

Es ist mal wieder eher schwierig für mich, den australischen Humor zu verstehen! Wenn man es gut meint, kann man sagen, ach das hat er doch bestimmt nicht so gemeint. Doch wenn man es mal ganz realistisch betrachtet, fragt man sich, warum sagt er das dann so?



Schöne Grüße aus Melbourne!

Monday, 18 April 2011

Sind wir Deutschen eigentlich anders als die anderen?

Viele Nationen sind ja so viel entspannter. Ganz besonders zeigt sich das, wenn es um Geburtstage geht.

Erst neulich habe ich meinen Friseur, der aus England kommt, fast zu Tode erschreckt, mit einem schrillen Schrei, der mir entfahren ist, als er mir vor meinem Geburtstag bereits gratulieren wollte. Es kam bis „Happ ...“ Dann hab ich ihn auch schon wwegggggeschrien. Nicht auszudenken, was für ein Unglück das mit sich bringen kann! Die EngländerInnen sind ja Profis darin, ihre Gefühle nicht zu offenbaren. Mir war klar, dass er gedacht hat ich habe einen ganz großen riesigen Knall, doch souverän hat er sich einfach für sein „Happ ...“ entschuldigt und weiter ging es auch schon mit dem Leben.

Das ist die eine Seite, man muss höllisch aufpassen, dass einem nicht zu früh gratuliert wird. Und auch andersrum ist es nicht so einfach. Die Einladung zu einem Geburtstag.

Das geht erst mal so ganz normal los. An einem meistens sonnigen Tag erhält man eine Einladung. Wer freut sich da nicht? Jeder feiert gerne. Doch Moment, an dem Tag hat das Geburtstagskind doch gar keinen Geburtstag, sondern erst ein paar Tage später. Unbehaglich fühlt man sich schon als Deutsche, den Geburtstag vorfeiern? Doch man nimmt seinen ganzen Mut zusammen und sagt natürlich zu!

Bei der Feier eingetroffen, überreicht man das Geschenk. Weder gratuliert man, noch erlaubt man dem Geburtstagskind das Geschenk zu öffnen. Darauf weist man extra hin, mit einem leisen „Das bringt Unglück in Deutschland“, dazu lächelt man hilflos.

Ist das erst mal geklärt, wird man lockerer, das dem Geburtstagskind drohende Unglück ist ganz schnell einfach verdrängt. Schön wäre es, doch leider stimmt das nicht.

Schon bald darauf geht es erst richtig los. Geburtstagskuchen essen, Kerzen auspusten und singen. Und das alles vor dem Geburtstag! Da sitzen oder stehen alle Gäste beisammen und singen sich eins.

„Happy birthday to you", aus voller Kehle und mit einem breiten Lachen auf dem Gesicht. Ganz kühn! Da hilft nur tief durchatmen, um eine Panikattacke zu verhindern. Vereinzelt sieht man Personen die auch nicht singen und nervös lächelnd umherblicken. Ist jetzt bald mal gut? Ja genau, das sind auch Unheil erahnende Deutsche!

Sind wir Deutschen eigentlich anders als die anderen? Da kann man fragen, wen man möchte, alle werden mit einem ja antworten. Besonders komisch ist ja auch, dass Deutsche nicht erklären können, warum man den Geburtstag nicht vorfeiern darf und warum es Unglück bringt.

Das einzig coole was dann noch bleibt, ist der Moment, wenn man mit anderen Deutschen darüber lacht, dass wir traditionellerweise alle gleich verrückt sind.


Schöne Grüße aus Melbourne!

Dies ist ein Herbsttag ...


Dies ist ein Herbsttag, wie ich keinen sah!
Die Luft ist still, als atmete man kaum,
Und dennoch fallen raschelnd, fern und nah,
Die schönsten Früchte ab von jedem Baum.
O stört sie nicht, die Feier der Natur!
Dies ist die Lese, die sie selber hält,
Denn heute löst sich von den Zweigen nur,
Was von dem milden Strahl der Sonne fällt.

(Christian Friedrich Hebbel, 1813-1863)

Schöne Grüße aus Melbourne!


Friday, 15 April 2011

Kate Middleton und Prinz William aus Hotel gestohlen!

Das ganze Land wundert sich, wer hat die lebensgroßen Pappfiguren von Prinz William und Kate Middleton aus dem Hotel Windsor in Melbourne gestohlen?

Das Hotel bietet derzeit das Paket "Königliche Hochzeit" für AUD 2.599 an!  

Es beinhaltet eine Übernachtung in der viktorianischen Suite, französischen Rosé Sekt zur Begrüßung, Frühstück in der Suite und einen AUD 2.000 Geschenkgutschein für den Juwelier Hardy Brothers.  

Dieser Juwelier ist in der südlichen Hemisphäre der einzige zertifizierte Hoflieferant der englischen Königin!

Ersatzfiguren sind bereits auf dem Weg von London nach Melbourne. Rechtzeitig zum 29. April 2011 sollen sie hier eintreffen.


Schöne Grüße aus Melbourne!

Great Ocean Road, Bells Beach! Rip Curl Pro 2011


Bells Beach, 70 km südwestlich von Melbourne am Beginn der Great Ocean Road gelegen.

Bells Beach ist eine eigentlich eher kleine Bucht, zwischen zwei gleichermaßen unbedeutsamen Landspitzen gelegen. Hört sich ja nicht besonders aufregend an. Warum ist denn ausgerechnet diese Bucht so toll zum Surfen geeignet?

Die Dünung des südlichen Ozeans steigt langsam auf dem mit Felsen übersäten Meeresboden an und sorgt somit letztendlich für eine hervorragende Brandung. An dieser Stelle ist der Meeresboden nicht besonders sandig, somit ist er nicht anfällig für wandernde Sandbänke. Die Brandung ist dementsprechend beständig. In Kombination mit Springfluten und starker nordwestlicher Strömung führt dies zu Wellen bis zu fünf Metern hoch, drei bis vier Meter sind der Durchschnitt.

Diese grandiosen Bedingungen ziehen jedes Jahr zu Ostern die weltbesten Surfer an, die sich beim ASP World Cup beweisen. Die ASP Association of Surfing Professionals ist die Vereinigung professioneller Surfer. Rip Curl Pro bringt die Weltbesten männlichen und weiblichen Surfer nach Torquay, Victoria auf einem Stopp der ASP Welt Tour.

Der Rip Curl Pro ist der älteste Pro Surfing Wettbewerb in der Welt. In diesem Jahr treten 17 weibliche und 34 männliche Surfer gegeneinander an. Der Gewinner erhält die bei Surfern so begehrte ‚Glocke’. Die Bells Beach Trophy.

In diesem Jahr findet der Wettbewerb zum fünfzigsten Mal statt!

Stephanie Gilmore

Die 23 jährige Stephanie Gilmore, die 21 jährige Sally Fitzgibbons, der 29 jährige Mick Fanning und der 29 jährige Joel Parkinson sind lokale Größen. Doch auch internationale Surfer wie die 19 jährige Carissa Moore aus Hawaii, die 27 jährige Silvana Lima aus Brasilien, der 39 jährige Kelly Slater aus Hawaii und der 24 jährige Adriano de Souza aus Brasilien reisen an, um die Glocke „ The Bell Trophy“ zu gewinnen. 

Zu gewinnen ist ein Preisgeld von insgesamt US$ 400.000, davon fallen US$ 50.000 auf den ersten Platz. Derzeitiger ASP Weltmeister ist Kelly Slater.

Kelly Slater

Kelly Slater
Wenn man die besten Surfer der Welt in Aktion erleben möchte, lohnt sich ein Ausflug nach Bells Beach über das Osterwochenende. Gleichzeitig finden auch viele Partys statt.

Auf dem Gelände selber kann man nicht zelten oder Ferienwohnungen mieten, dies ist jedoch möglich im nahe gelegenen Torquay oder in Barwon Heads. Es gibt kein öffentliches Verkehrsnetz, von einer Anreise mit dem Zug und/oder Bus ist eher abzuraten. Ein Leihwagen scheint die einfachste Option.

Bevor man sich auf den Weg zum Festival macht, kann man vielleicht auch selber mal an einem Surfkurs teilnehmen. Einfach mal rein in den Ozean, um ein Gefühl für die Welle zu entwickeln und alles über das surfen zu lernen. Wenn man ganz klein inmitten dieses endlosen blau glitzernden Ozeans unter einem noch blaueren weiten Himmel auf seinem Surfbrett sitzt und Salz in den Haaren und auf den Lippen hat, versteht man schnell, warum es so viele surf-verrückte Menschen in der Welt gibt. Schon bald packt einen das Surffieber. 

Wer weiß, irgendwann kann man es ja dann auch mal in Bells Beach neben den ganz Großen versuchen. Das kann natürlich Jahre dauern ...


Der Wettbewerb findet statt vom 19. bis 30. April 2011. Das Rahmenprogramm startet allerdings schon am 16. April 2011, es geht los mit einem Treffen, zu dem alle gebeten werden die jemals gesurft, organisiert oder den Wettbewerb als Zuschauer besucht haben. 

Und, so sieht es da aus am Bells Beach!


Schöne Grüße aus Melbourne!

Thursday, 14 April 2011

Augenzeugin. Alyson aus Kanada!

So weit so gut. Viele Menschen ziehen nach Australien. Wie reagieren sie dadrauf? Von uns gibt es so viele da draußen, so viele verschiedene Geschichten. Sind sie froh oder eher unglücklich mit der Wahl, die sie getroffen haben?

Ich suche mir Leute und versuche das herauszufinden. Und natürlich möchte ich all das hier teilen. Man denkt vielleicht selber gerade über einen Umzug nach Australien nach? Man würde gerne von Leuten hören, die das gemacht haben?

Auf geht’s ...

Heute habe ich mich mit Alyson unterhalten.

Alyson ist Kanadierin und 31 Jahre alt. In 2008 ist sie mit ihrem Mann Joachim nach Melbourne, Victoria gezogen.

Das Reisen und das Erleben anderer Kulturen und deren Art zu leben, das ist wichtig für Alyson. Bisher hat sie in Kanada, der Schweiz, in China gewohnt und nun in Australien. Sie fragt sich, wo sie und ihr Mann als Nächstes landen werden ...

Wie lange wohnen Sie schon hier in Australien?

Alyson: Im August lebe ich seit drei Jahren in Australien (Melbourne).

Wir alle wissen, die Zeit rennt und wir erleben viel. Erinnern Sie sich doch bitte. Was haben Sie gedacht, nachdem Sie Ihren ersten Tag hier verbracht hatten?

Alyson: Bevor wir nach Melbourne umgezogen sind, haben wir in Qingdao, China gelebt. Als wir hierher zogen, war der Kontrast so stark! Wir verliebten uns sofort in der Stadt. Einige der Dinge, die für uns wirklich herausstachen, waren: St. Kilda, den Palmen, den Cafés und der Atmosphäre direkt am Wasser gelegen wegen; die Innenstadt und viele andere "Ecken" in Melbourne wie Südmelbourne, wegen ihrer schönen Gebäude und vielen fantastischen Cafés und Restaurants. Vor allem waren wir beeindruckt, dass man echten blauen Himmel sehen konnte! Die Luft hier fühlt sich so sauber an.

Wie haben Sie die Zeit des Einlebens empfunden, was war während dieser Zeit das schwierigste, was das einfachste?

Alyson: Es war sehr einfach für mich, mich in Australien einzuleben. Die Kulturen Kanadas und Australiens sind sich sehr ähnlich, sodass es sich für mich ziemlich natürlich anfühlte, mich in die Gesellschaft zu integrieren. Im Gegensatz zu China, falle ich hier nicht wegen meiner Körpergröße, Haar-und Hautfarbe auf, Englisch ist meine Muttersprache, es kam mir sehr einfach vor, mich hier anzupassen. Australier sind gastfreundliche Menschen, ich habe festgestellt, dass jeder immer bereit war zu helfen, wenn man Fragen hatte.

Während die Australier sehr nette Leute sind, fand ich es dennoch schwierig, neue Freundschaften zu schließen, als wir hierher gezogen sind. Ich denke, das ist ähnlich in jedem neuen Land (ich hatte diese Schwierigkeit ganz sicher auch in der Schweiz). Es ist schwer etablierte Netzwerke der einheimischen Australier zu durchbrechen. Die Einheimischen haben bereits ihren langjährigen Freundeskreis und so (ohne Kinder) ist es schwierig, Australier zu treffen und sich mit Ihnen anzufreunden.

Wir fanden Australien auch SEHR teuer. Dies war etwas, was wir nicht erwartet hatten. Melbournes Lebenshaltungskosten scheinen denen gleichzukommen, was ich zahlte, als ich in der Schweiz lebte. Miete, Lebensmittel und Aktivitäten sind sehr teuer, doch der Steuersatz ist wesentlich höher als in der Schweiz. Das kam ziemlich unerwartet.

Der in Australien gültige Urlaubsanspruch von 20 Urlaubstagen pro Jahr (plus Feiertage) beschränkt ungemein! Alleine, wenn man zu berücksichtigen hat, dass ein Flug nach Europa 24 Stunden dauert. Welche Sehenswürdigkeiten hatten Sie die Gelegenheit zu besuchen?

Alyson: Um ehrlich zu sein, 20 Tage Urlaubsanspruch sind großartig für eine Kanadierin! In Kanada liegt der "Standard" bei zehn Tagen, während die meisten Unternehmen 15 erteilen, was absolut schrecklich ist. Wäre ich nicht durch meine Zeit in Europa „verdorben“ worden, wäre ich über die 20 Tage sehr begeistert gewesen. J

Allerdings, wenn man 24 Stunden von zu Hause weg lebt, fühlen sich 20 Tage wie nichts an. Mit den zwei Tagen, die man benötigt, um nach Hause zu fahren, und den zwei Tagen um zurückzureisen, muss man fast die Hälfte des Urlaubs-Anspruch nutzen, nur um für einen Kurztrip nach Hause zu reisen (ohne Jetlag!). Außerdem ist es sehr teuer, nach Kanada zu fliegen. Australien fühlt sich sehr, sehr weit weg von zu Hause an, und das ist der größte Nachteil, wenn man hier lebt. Es ist schwer, nach Hause reisen, und auch schwer für andere hierher zu kommen, so fühlt man sich sehr isoliert, als würde man das Leben derer verpassen, die einem viel bedeuten.

Angesichts der Tatsache, dass es so viel Zeit in Anspruch nimmt, außerhalb von Australien zu verreisen, bleibt nicht viel Jahresurlaub (Urlaubszeit) für Reisen innerhalb Australiens. Bisher in den drei Jahren haben wir Victoria intensiv bereist, wir waren an der Goldcoast, Sunshinecoast, in Westaustralien und in Sydney.

Drei in einer. Wie oft fliegen Sie heim, wie oft haben Sie Besuch aus der Heimat, was ist Ihr bestes Hilfsmittel gegen Heimweh?

Alyson: Wir versuchen alle zwei Jahre nach Hause zu fliegen, mit zwischenzeitlichen Besuchen von unserer Familie. Ohne Kinder war das einfacher, aber da wir gerade unser erstes Kind erwarten, wird das viel schwieriger werden. Bisher hatten wir einige Familienmitglieder (entweder von meiner oder meines Mannes Seite) im Jahr zu Besuch.

Besonders unsere europäischen Freunde reisen gerne für längere Ferien nach Australien, so hatten wir das Glück, mehrere zu Besuch zu haben. Das ist viel schwieriger für kanadische Besucher, die so wenig Urlaubstage haben.

Der beste Mittel gegen Heimweh ist, viel Zeit mit Video-Anrufen auf Skype zu verbringen!  Wenn ich meine Familie auf dem Bildschirm "sehe" fühlt es sich an, als nehme ich an familiären Ereignissen teil. Es ist sehr schwierig, manchmal kann das Heimweh noch ziemlich schwer sein.

Alles total anders hier! Was hat Sie am meisten überrascht?

Alyson: Ich finde die australische Kultur in vielerlei Hinsicht nicht so äußerst anders als in Kanada, deshalb fühle ich mich hier so zu Hause. Ich war überrascht, wie einfach das Leben hier zu sein scheint - es ist so ähnlich wie in Kanada zu leben, nur auf der anderen Seite der Welt.

Ich finde jedoch, dass Australien sehr engstirnig (inselartig) ist. Zum Beispiel sind die Nachrichten sehr lokalbezogen und es ist schwierig, eine gute Berichterstattung über internationale Nachrichten zu erhalten. Es scheint, dass die Nachrichtenagenturen (ich verallgemeinere gerade) sich sehr auf australische aktuelle Ereignisse konzentrieren, aber kaum Zeit aufwenden über internationale Ereignisse nachzudenken.

Ich war auch über die Fortschrittlichkeit der Geschäftswelt in Australien überrascht. Meiner Ansicht nach ist die Vielfalt am Arbeitsplatz, insbesondere in Führungspositionen, sehr begrenzt - sowohl in Bezug auf Frauen in Führungspositionen als auch auf andere (nicht-weiße) Kulturen in Führungspositionen. Ich würde sagen, dass Australien noch immer von einer "Altherrenriege" geführt wird, die sich langsam auflöst, aber noch einen langen Weg zurückzulegen hat.

Was lässt sich zum kulturellen Angebot in Australien sagen?

Alyson: Während es im Vergleich zu Europa (welches so viele Länder auf einer so kleinen Fläche hat), sehr schwierig ist, neue Kulturen zu bereisen, gibt es in Melbourne doch viele kulturelle Aktivitäten. Zum Beispiel hat Melbourne einige wunderbare Galerien und Museen, die fantastische internationale Ausstellungen vorweisen koennen; eine ueberzeugende Musikszene, von internationaler bis lokaler Musik, viele Festivals in der ganzen Stadt, von Laenderfesten (wie das Italienische Festival) bis zu australischen Festen; Filmfesten, Internationalen Sportveranstaltungen und vieles mehr! Es gibt immer eine interessante kulturelle Aktivität die man in Melbourne besuchen kann.

Wenn Australien eine Frau wäre, wie würden Sie sie beschreiben?

Alyson: Etwas zu selbstsicher, aber in der Regel locker.

Eine dieser Frauen, die sich der Konkurrenz da draußen auf dem Markt nicht ganz bewusst ist, so nimmt sie an, dass sie ganz oben ist, ohne viel Aufwand zu betreiben.

Hinterher ist man immer schlauer! Was hätten Sie gerne vorher gewusst? Nach so einer langen Zeit, die Sie schon hier leben, kann man Sie ohne Weiteres als Experten bezeichnen. Jetzt bitte noch Ihren Rat für „auswanderungswütige“! Noch irgendwas, was Sie uns unbedingt noch gerne erzählen möchten?

Alyson: Unterschätzen Sie nicht die Lebenshaltungskosten in Australien - stellen Sie sicher, dass Sie Ihre Hausaufgaben bezüglich Steuern und Lebenshaltungskosten machen, um jegliche Überraschung zu vermeiden! Wenn Sie zum Arbeiten herkommen, stellen Sie sicher Ihr Gehalt auf Netto-Basis zu verhandeln!

Ein weiterer Tipp wäre, einige der größeren Reisen innerhalb Australiens (zum Beispiel in den Norden) zu machen, bevor Sie mit dem Arbeiten beginnen. Da das meiste von Ihrem Jahresurlaub mit Reisen nach Übersee aufgebraucht wird, bleibt nur wenig Zeit für Reisen innerhalb Australiens. Wir wünschen uns oft, wir hätten einen Monat lang Australien bereist, bevor wir zu arbeiten angefangen haben.

Würden Sie wieder nach Australien auswandern?

Alyson: Ja, definitiv! Als Paar ohne Kinder ist Australien ein wunderbarer Wohnort - für einige Jahre.

Melbourne ist eine fantastische Stadt mit großem Angebot in Bezug auf Sport, Kultur, entspannter Einstellung und Spaß. Allerdings würde ich mich nicht festlegen, dauerhaft in Australien zu leben. Sobald wir eine Familie haben werden, machen die Kosten und die Zeit nach Übersee zu reisen es zu schwierig oft genug nach Hause zu fahren. Aus diesen Gründen würde ich eher in einem Land näher der Heimat dauerhaft sesshaft werden.

Danke sehr! Für Ihre Zukunft wünsche ich Ihnen alles Gute.

Schöne Grüße aus Melbourne!