Thursday, 30 June 2011

Australien - und wer wohnt hinter den sieben Bergen?

Viele AustralierInnen fragen sich, wie ist das wohl hinter den sieben Bergen ... Sie wissen nur, dort ist es nicht so toll wie hier, denn Australien ist das beste Land der Welt und das alle, die nicht hier leben, absolut neidisch sind, nicht hier leben zu dürfen. 

Nicht nur geografisch betrachtet ist Australien ganz weit weg vom Rest der Welt.

Irgendwie merken manche Einwohner es ja selber, dass Australien ein ganz klein wenig langweilig und sehr isoliert ist. Nehmen wir zum Beispiel das Radioprogramm. Zwei beliebte Moderatoren sind nun in für ein Jahr nach Amiland und ihre Show wird von dort übertragen. Logo, da passiert ja wenigstens was. Kollegen von ihnen machen sich nun auf dem Weg nach London, um von dort zu berichten. Wieder einfach nur Logo, hier geht einfach nichts, dass will aufgepeppt werden.

Von so kleinen vorwitzigen Ausreißern abgesehen, sind jedoch alle total australienverliebt. Deshalb ist mein Leben in Australien auch nicht immer ganz ungefährlich. Sogar das Frühstück einzunehmen, ist so eine Sache, bei der ich immer auf der Hut bin und höllisch aufpassen muss. Zählen kann ich sie schon nicht mehr die Tage, an denen ich mich fast am Kaffee verschlucke. Heute ist wieder so ein Tag. Bei der Lektüre der folgenden Überschrift ist es mir beinahe wieder passiert.

„Ja, die Minen befinden sich im Besitz von ausländischen Investoren“.



Ich will kurz ergänzen, ich lese nicht den „Faschistischen Tagesanzeiger“, „Die Neue Rechte“, „Australien, eine Nation für Australier“ oder Ähnliches, sondern die stinknormale australische Tageszeitung. Und die nennt sich gerne auch, das Herz von Melbourne!

Wir Menschen leben in einer globalen Welt. Mal von dem einen oder anderen „Problemfall" abgesehen, betreiben die meisten Länder Handel miteinander. Alle sind auf die eine oder andere Art miteinander vernetzt.

Doch, und ich wundere mich jedes Mal wieder, hier auf dieser riesigen Insel, ganz weit draußen im Ozean, hat das noch gar niemand mitbekommen. Die Einwohner sind erschrocken und verwundert, dass es hier auf der Insel ausländische Investoren gibt.

Wir schreiben das Jahr 2011! Es ist Winter, der Himmel ist strahlend blau und dank meiner blitzartigen Reaktionsfähigkeit kann ich es verhindern, mir den heißen Kaffee auf meinen geliebten australischen Peter Alexander Schlafanzug zu spucken!

Schöne Grüße aus Melbourne!


Wednesday, 29 June 2011

Australien! Gypsy & The Cat aus Melbourne

Gypsy and The Cat bestehen es erst seit kurzer Zeit. Die Band die Alternative/Electronic/Soft Rock/Folk macht, besteht aus Xavier Bacash und Lionel Towers. In einem Radio Interview verrieten sie ihr Musikstil ist beeinflusst von Air bis Fleetwood Mac bis hin zu Bach. Sie haben in einer Garage in Melbourne, Victoria angefangen Musik zu machen. Heute wohnen sie in London, England.

Ihren Hit Jona Vark hört man hier gerne und auch rauf und runter im Radio. Letzte Woche konnten sie nicht als Vorgruppe von Kylie Minogue auftreten, wegen der Vulkanaschewolke waren alle Flüge gestrichen.

Die Musik ist echte Sommer-Sonnenschein-Musik. Aber eigentlich kann man sie sich auch exzellent bei winterlichen schattigen 17 Grad Celsius anhören.


Gypsy and The Cat. Jona Vark

She walks down the street
Alone in the dark
Her head's held up high
And she’s got nothing fear

As she crosses the road
She looks to the stars and asks for advice
On where to go
Where to go from here

Jona Jona Vark
Her name is Jona Jona Vark
Her name is Jona Jona Vark
Her name is Jona Jona Vark

She found her place
Amongst the trees
She opened her eyes
And started to see
A flower in the distance
That showed her the way
To answer the questions
That we all like to ask

Jona Jona Vark
Her name is Jona Jona Vark
Her name is Jona Jona Vark
Her name is Jona Jona Vark

Her name is Jona Jona Vark
Her name is Jona Jona Vark


Schöne Grüße aus Melbourne!


Tuesday, 28 June 2011

Der Uluru in Australien! 15 Fakten!

Heute mal ein paar Fakten zum berühmtesten Stein Australiens. Verdient der Uluru es zum Naturweltwunder ernannt zu werden?

Im Uluru Nationalpark gibt es Hotels, Motels, einen Campingplatz, ein Schwimmbad, Supermärkte, Internetcafés, Bars, Restaurants und sogar tatsächlich eine Busverbindung, wohl für diejenigen, die sich nach der langen Anreise das Laufen komplett abgewöhnt haben. "Beeil dich, der Bus in die Kneipe kommt um drei nach sechs!" 

Möchte man im Nationalpark übernachten, hat man keine andere Möglichkeit als bei dieser Massenveranstaltung mitzumachen.  Wer die herrliche Einsamkeit Australiens sucht, wird sie hier auf diesem Gelände natürlich nicht so unbedingt finden. Das Gute darin ist, auch wenn man zelten, kochen und essen unter freiem Himmel plus Lagerfeuer mit allem zipp und zapp nicht so besonders mag, kann man hier ganz leicht einige Tage verbringen, denn Reisende sind mit allem versorgt. Ich persönlich liebe das Abenteuer und deshalb nenne ich den Uluru Nationalpark insgeheim gerne "Abenteuerurlaub für Warmduscher". Das heißt ja nichts, jeder ist anders.

15 Uluru Fakten

Monday, 27 June 2011

Australien! Klimawandel aktuell!


Wie immer steht hier alles Kopf. Der Rest der Welt zerbricht sich den Kopf darüber, wie man den Klimawandel aufhalten kann und Australien beschließt für sich, dass es doch alles gar nicht so dramatisch ist. In den letzten Jahren entstand natürlich auch hier dieser Hype, dass man jetzt die Umwelt retten muss und die Australier wollen selbstverständlich einfach alles machen, um zu helfen. Kampfeslustig wie sie sind, sprechen sie sich dagegen aus, dass Japaner Wale essen, dass ihre Unterwasserwelt immer mehr leidet und einige schwören sogar seit jeher darauf, ihr Gemüse selber anzupflanzen und und und ... Es muss sich doch wirklich was ändern.

Mitreden und so wirken, als wäre man dabei. Doch, wenn weitere Taten gefordert sind, wird es hier auf einmal erst ganz still und dann ganz laut, denn sobald Kosten ins Spiel kommen, ist sowieso vollkommen Schluss. Wenn es ums Geld geht, habe ich noch nie jemanden kennengelernt, der so daran hängt.

Viele Australier sind nicht bereit, etwas für die Umwelt zu tun, wenn die Bekämpfung des Klimawandels mit einem Anstieg der Stromrechnung einhergeht. Je mehr die Bedrohung und Katastrophe, die Erhebung einer Kohlendioxid-Steuer wächst, um so weniger Australier sind noch der Meinung, dass überhaupt etwas gegen den Klimawandel getan werden muss. Und damit sie jetzt nicht zugeben müssen, dass ihnen ihr Geld letztendlich doch wichtiger ist, machen sie sich die Welt mal wieder so wie sie ihnen gefällt und verkünden „Klimawandel, das ist doch alles gar nicht so schlimm.“

 
 
Schöne Grüße aus Melbourne!


Sunday, 26 June 2011

Australien. Empörung über rituelle Tötung wächst!

Sonniger Sonntag, da dachten sich die Schreiber der Tageszeitung wohl, dass so ein ganz klein wenig Antisemitismus nicht schaden kann. Selbstverständlich steht lediglich die Aufklärung im Vordergrund.

„Empörung wächst basierend auf ritueller Tötung“, daneben ein Bild von ein paar zusammengepferchten Schafen. In Victoria werden in der Woche um die 500 Schafe koscher geschlachtet. Die Regierung wird aufgefordert, diese Art des Schlachtens zu verbieten.

Und, ganz genau richtig, es vergeht kaum eine Sekunde, kommen die Schlauberger auch schon alle aus ihren Betten gekrochen.

„... diese Art zu schlachten ist unverschämt; Religion ist sowieso totaler Mist und wir hacken hier in Australien ja auch niemandem die Hände ab, warum also Tiere so grauenhaft quälen; die Juden sollen sich unseren Regeln und Gesetzen beugen; Lebewesen auf diesem Wege zu Foltern ist unverzeihlich; die Praxis ist empörend, wir wissen es, sie wissen es, die Regierung weiß es und doch versucht Australien sich einen Weg aus seiner Verantwortung gegenüber den Tieren zu winden, um Menschen, die absolut keinen Sinn für Mitgefühl und Respekt haben, einen Gefallen zu erweisen; Wieder einmal wird von uns erwartet, unseren Standard von Anstand zu senken, um irgendjemandes religiöse Überzeugungen aus der Steinzeit entgegenzukommen; ... er wählt, das Fleisch eines Tieres zu essen, das in Terror gestorben ist, auch wenn es schnell ist - es sagt alles über ihn und seinen Glauben aus ...; unsere Gesetze sollten nicht gemildert werden, um Rituale und Praktiken, die woanders legal sind, unterzubringen. Wenn sie Jude sind und sie Kosher essen wollen, ziehen sie nach Israel. Wenn du Araber bist und Halal geschlachtetes Fleisch essen möchtest, zieh in ein Land, in dem es legal ist. Lasst uns lieber Australien weltweit führend im Tierschutz machen, anstatt uns um Minderheiten zu kümmern, die unverhältnismäßig viel mediale Aufmerksamkeit bekommen. Die Botschaft ist einfach: Pass dich an oder hau ab!”

Und bla bla bla bla .... immer die gleiche Leier. Die Australier sind Weltmeister im Belehren von Andersdenkenden und Andershandelnden! Dieses Verhalten kenne ich ja mittlerweile. Was mich aber nun wirklich am allermeisten erstaunt, ist was für großartige Tierschützer die Oztralier alle sind. Das ist mir bislang nie aufgefallen.

Eingepferchte, blutende Schafe auf offenen Tiertransportern neben mir auf der Autobahn haben hier doch noch nie eine Revolte ausgelöst, ganz im Gegenteil, das ist doch normal. Man beschwert sich schon mal über die Lebendexporte von Vieh, aber das auch nur, weil die in Indonesien so grausam zu den Tieren sind. Was die Tiere hier in Australien vorher durchgemacht haben, da hat noch nie jemand nachgefragt. Es ist so viel einfacher, andere zu verurteilen.

Australien versorgt einen Teil des weltweiten Wollaufkommens und Australiens Farmer züchten die Merino Schafe extra faltig, weil die Wollausbeute so größer ausfällt. Mit der dicken Wolle bekommen die Schafe unter der sengenden Sonne Australiens einen Hitzschlag und sterben oder es bildet sich Feuchtigkeit in den Falten, in die Fliegen ihre Eier legen, die geschlüpften Larven essen die Schafe auf. Die Farmer schneiden den Schafen diese befallenen Stellen, ohne Betäubung (wohl aus Kostengründen) weg, damit die Haut dort vernarbt. Australien hatte zugesagt, diese Art der Misshandlung von Schafen bis Ende 2010 einzustellen. Der Termin wurde abgesagt und es gibt keinen neuen. Alternativen sind nicht wirtschaftlich genug! Mulesierung wurde von einem Australier erfunden. Heute ist Australien das einzige Land, das es noch praktiziert.

Ich kann an keiner Weide mehr vorbeifahren, ohne die Schafe zu bemitleiden. Und wer schon mal hier in Australien war, der kann bestätigen, dass hier echt viele Schafe leben. Das einzige was dem Verbraucher bleibt, ist keine australischen Wollprodukte mehr zu kaufen. Und immer mehr Hersteller verzichten auch darauf!

Hier ein Peta Clip, angelehnt an den Werbeslogan "There is nothing like Australia". There's Nothing Like Australia's Cruelty.

Oder, was ist mit der Hühnerhaltung? 20.000 Hennen in Freilandhaltung pro Hektar in Oz.

Also, mehr als merkwürdig, dass jetzt alle so am Wohle der Tiere interessiert sind. Es kann aber sein, dass die Australier gar nicht wissen, wie viele Tiere hier gequält werden, weil davon nie in den Medien berichtet wird. Doch, ich möchte Tony aus Sydney zitieren, er spricht mir aus der Seele und ich gebe ihm ganz recht (der freundliche Herr kommentiert allerdings den Artikel zu koscher schlachten).

What kind of god do these people believe in that allows cruelty to animals? Tony B | Sydney - June 26, 2011, 12:37PM

Schöne Grüße aus Melbourne!


 

Friday, 24 June 2011

Australien! Take my breath away!

Ausländische Touristen bleiben weg, Australiens Tourismusindustrie ist wenig begeistert. Das ist Schade ... Doch heute die Hiobsbotschaft. In der Tageszeitung wurden heute ein paar Zahlen veröffentlicht. Die Zahl der Immigranten hat drastisch abgenommen und tatsächlich kommen wohl immer weniger Ausländer mit dem Ziel hierher, ihren dauerhaften Wohnsitz nach Australien zu verlegen. Und das, nachdem doch die immer diese Angst vor „noch mehr von meiner Sorte“ geschürt wurde.

Genau, man muss nicht unbedingt ausgesprochen helle sein, um Vorausschauen zu können, was sich daraus wieder ergeben hat. Heute ist deshalb wieder so ein Tag, an dem ich mich hier mehr als Un- Willkommen fühle. Ich bin traurig. 

Manchmal frage ich mich echt, ob es Sinn macht als Ausländer hierher zu ziehen. Die wollen uns Immigranten hier partout nicht. Wie soll ich da noch jemanden in der Straßenbahn anlächeln, weiß ich doch, dass sie mich abartig finden, weil ich ihnen den Sitzplatz wegnehme! Klar, ich wohne seit vielen Jahren hier, mir ist bewusst das alles mehr oder weniger von Australiern für Australier ist und Immigranten nicht zur beliebtesten Gruppe gehören. „If you don't love it leave“, „Offers from Australians for Australians“, kenne ich doch auch alles, das belächele ich sogar gerne.

Doch, wenn man das alles so schwarz auf weiß liest, dann wird mir ganz anders.

Wie meine australischen Mitbürger über mich denken, das raubt mir fast den Atem. Woher kommt dieser Hass, was habe ich bloß falsch gemacht in den letzten Jahren?

Hier die Original Kommentare aus der Zeitung ...

“We need to get this down much further”.

“A small step in the right direction”.

“And this is a bad thing? - I don't think so - gives our cities a rest from this never ending growth that is engulfing us”.

“Just let us live in a secluded valley in peace! We don't need to be exposed to the barbarism of the foreigners”.


“(80,000) of the migrants are family reunion. That is unskilled people and a lot of elderly who drain our precious resources while making no contribution to society. Disgustingly, The ability to speak English is not even a requirement for a family reunion visa. Let’s close this channel of immigration immediately. Let’s force the government to stop issuing "family reunion" visas”.

“Immigration is down? Is this supposed to make us nervous? Looking for skilled labour are "we"? Perhaps now Australian citizens will be able to get jobs - wouldn't that be a miracle. And, heavens above, maybe even seats on the trains and trams to and from these mythical jobs”.

“Why don't we take more people from Europe and other non-Asian countries? We have to put limit for max immigration from a country and continent”.

“What a disgusting situation. So many Chinese / Indian migrants and we keep hearing that their "economies are booming". Why do they need to come to Australia then? This indiscriminate dumping and forced ethnic cleansing of Australia will not go unanswered”.

“Immigration down, good!”

“Less immigration = less demand for houses and higher interest rates. This is great news for house prices! Restrict immigration even further please.”

“We need to curb our population growth until a more sustainable planning strategy is in place. Skills shortages should be filled by Australian residents needing employment, not careless migration policies.”

“This reduction in migration is a very positive thing.”

“Good. I am glad immigration is slowing. Maybe now Melbourne and Sydney might be a little less like big stinking hell-holes; impossible to park in, breath in, freely move around in and afford to live in like packed rats as we now are”.

“Without a doubt the best news I have read in many a year. I don't know the full reason for this great decline but whatever made this happen KEEP IT UP”.

“Australians need to take back control of our policy making. Leaving it to Liberal/Labor will continue to see Australian's rights trampled on. If there is a skilled shortage, fill it with Real Australian born Australians. Not migrants”.

“Less immigration => less houses to build, less hospitals to build, less transport infrastructure to build etc. etc. => less demand for labour =>”

“GOOD!”

Was hab ich denen nur getan?

Heute hatten wir super Sonnenschein, ich versuche mir das jetzt nicht zu sehr zu Herzen zu nehmen. Einfach ist das nicht ..


Schöne Grüße aus Melbourne!


Thursday, 23 June 2011

THE WORLD'S BEST AIRLINES 2011!

Mehr als 18,8 Millionen Fluggäste aus 100 verschiedenen Nationen haben gewählt. Ein Publikumspreis.

Die World Airline Awards ™ sind weltweit die renommiertesten und angesehensten, wenn es um die Qualitäts-Anerkennung von Produkt- und Service-Standards der Airline-Industrie geht. Der Award spiegelt das Niveau der Kundenzufriedenheit bei 200 Fluggesellschaften wieder.

Geht das denn echt alles mit rechten Dingen zu? Sieht ganz so aus ...

Die Fluggesellschaften zahlen nicht, um in die Erhebung aufgenommen werden. Die Befragung der Passagiere ist nicht auf ausgewählte geografische Regionen beschränkt, nicht gewinnorientiert, nicht durch die damit verbundene oder daraus resultierende Werbung getrieben und nicht von Dritten gesponsert oder beeinflusst.

Moral sei Dank, hier die ...

Top 5 der Fluggesellschaften 2011
1. Qatar Airways
2. Singapore Airlines
3. Asiana Airlines
4. Cathay Pacific Airways
5. Thai Airways International

Und in den Vorjahren? Wie sah das da so aus?

Top 5 der Fluggesellschaften 2010
1. Asiana Airlines
2. Singapore Airlines
3. Qatar Airways
4. Cathay Pacific Airways
5. Air New Zealand

Top 5 der Fluggesellschaften 2009
1. Cathay Pacific Airways
2. Singapore Airlines
3. Asiana Airlines
4. Qatar Airways
5. Emirates

Wer nun bei den Besten 2011 buchen möchte! Einfach die Homepages der Sieger besuchen.

Qatar Airways (Qatar) 
Singapore Airlines (Singapur) 
Asiana Airlines (Suedkorea) 


Guten Flug und allzeit gute Reise.

Schöne Grüße aus Melbourne!


Wednesday, 22 June 2011

Australien! Reality-TV-Show „Go back to where you came from“


Sechs behütet aufgewachsene Australier finden sich in einer lebensverändernden Situation wieder. Im Rahmen eines bislang nicht durchgeführten sozialen Experiments werden sie 25 Tage das Leben eines Flüchtlings führen. Ihnen werden die Mobiltelefone abgenommen und ihr Portemonnaie und ihre Papiere, später auch ihr Gepäck. Dann machen die Teilnehmer sich auf die Flüchtlingsreise! Sie finden sich in gefährlichen Ländern und Krisensituationen wieder und sehen sich extremen Situationen ausgesetzt. Sie besuchen Flüchtlings-Auffanglager in Australien, treffen Flüchtlinge aus dem Irak und Kongo und Burundi, schippern mit einem „Schrottkutter“ stundenlang über den Ozean ...

Manche Teilnehmer haben sich offensichtlich nie mit dem Thema auseinandergesetzt, schrecken aber trotzdem nicht davor zurück ihre eigene Meinung rauszuposaunen. Sie sehen es als die beste Lösung, Flüchtlinge zurückzusenden. Sie wirken alle naiv. Eine jedoch bringt großes Verständnis für die Flüchtlinge auf.

Das ist ein wahrhaft interessantes Projekt, doch alles ist sehr vorhersehbar. In dem Programm sind Menschen wie du und ich, hm, wäre ich Australierin meine ich.

Dabei ist ein Ex Soldat der australischen Armee, er lebt mit Familie in einer Vorort Siedlung, er fühlt sich hier in Australien „bombardiert mit Flüchtlingen“ und möchte „alle ohne Dokumente sofort wegschicken“. Im Programm trägt er immer eine Sonnenbrille, auch nachts, oft auch die australische Flagge als Kopftuch. Auch nachdem er einige Tage das Leben eines Flüchtlings gelebt hat und unterschiedliche Flüchtlinge aus dem Irak kennengelernt hat, zeigt er „kein Mitleid mit Menschen, die ihr Leben riskieren“.

Dann gibt es eine junge Frau, sie findet sich ein wenig rassistisch, kann Afrikaner nicht leiden, die braune Hautfarbe, ist stolze Australierin, wohnt in Sydney und will alle Afrikaner zurücksenden. Als sie mit afrikanischen Flüchtlingen lebt, findet sie es schwer denen vorzuspielen, freundlich zu sein. Nach dem mehrtägigen Besuch gibt sie zu, dass das jetzt eine nette Familie war, aber das heißt nicht das alle nett sind, im Hintergrund sieht man auf ihrem Nachttisch eine Weinflasche, beim Abendessen gab es keinen Alkohol, da die Gastfamilie muslemisch ist. Fühlt sie sich unwohl rutscht ihr auch schon mal das eine odere andere „Fuck“ raus.

Ein Rettungsschwimmer findet es „eine Schande, dass Millionen AUD für die Unterbringung von diesen kriminellen ausgegeben werden, wo doch das Geld viel besser für die Opfer des Hochwassers und des Zyklon Yasi gebraucht wird“. Er will alle Boat People „sofort zurücksenden“.

Ein Politiker der Kricket, Footy und Pub Besuche mag, die Regierung hasst und wie er sagt, freiheitsliebend ist, ist auch in der Gruppe. In Gesprächen mit Flüchtlingen zeigt er sich unbeholfen, reagiert auf persönliche Schilderungen sprachlos, er wirkt ehrlich erstaunt über das Unheil in der Welt und ist freundlich.

Es gibt auch eine Dame im Rentenalter, 63 Jahre, ehemalige Sozialarbeiterin, lebt auf einem großen Grundstück, reitet gerne und liebt ihre kleine heile Welt, bis zu dem Tag, an dem ein Flüchtlings-Auffanglager neben ihrem Grundstück eröffnet wurde. „Die haben da echt alles in der Anstalt, Fernseher, große Räume, Australien stellt ihnen alles zur Verfügung, mir ist es egal, wie schlecht es ihnen in den Ländern aus denen sie kommen, ging“. Ist sie gestresst, rutschen auch ihr unkontrolliert „Fuck's“ raus.

Eine junge Country-Sängerin und Musiklehrerin kann sich vorstellen auf ihrem Grundstück und in ihrem Heim Flüchtlingen eine vorübergehende Heimat zu bieten, sie wohnt auf dem Land. Sie wirkt offen und ehrlich interessiert an den Schicksalen der Flüchtlinge.

Soweit so gut, die Teilnehmer werden vorgestellt und sie sehen sich unterschiedlichen Situationen ausgesetzt. Sehr bald ist klar, die sind schlecht informiert, isoliert aufgewachsen, auf sich selbst zentriert und hatten nie viel mit der Außenwelt zu tun. Wenn die Flüchtlinge zu Wort kommen (auf Englisch), werden deshalb wohl auch Untertitel eingeblendet. Bislang ging ich davon aus, das Englisch die Amtssprache in Australien ist.

Die Labor und auch die Liberal Partei haben in den letzten Jahren dem Fernsehsender eine Steilvorlage geboten, indem sie es nie verpasst haben mit unqualifizierten Kommentaren die Australier von einer massiven Bedrohung durch Flüchtlinge zu überzeugen. Die Fernsehstation versucht nun mit der Show „Go back to where you came from“ die Zuschauer aufzuklären und von Rassismus, Ausländerfeindlichkeit, Xenophobie abzubringen. Flüchtlingen wird ein Gesicht gegeben, damit Zuschauer sich mit ihnen identifizieren können und Mitgefühl entwickeln.

Neue Informationen und Einblicke in das Leben von Flüchtlingen bietet die Show leider nicht. Nur schade, dass diejenigen, denen die Show neue Erkenntnisse bringen würde, wohl kaum den besagten Sender einstellen werden. Aber wer weiß, vielleicht bringt es ja auch was. Wie sagt man so schön? „Ich kenn die Welt ich war im Kino“.

Wer jetzt leider nicht hier lebt und traurig ist, dass er die Sendung in seinem Land nicht empfangen kann, das Konzept passt in jedes Land. Sicherlich wird es bald auch woanders gefilmt.

Und wer sich für die Lage in Australien interessiert, hier gibt es noch mehr dazu!




Schöne Grüße aus Melbourne!


Tuesday, 21 June 2011

Australien! Operation Compass!

Neulich bin ich nachts über Deutschland und Holland geflogen. Von oben sahen beide Länder wie ein riesiges leuchtendes vibrierendes Unbekanntes Flug-Objekt aus. Das lag an den Heerscharen von Radfahrern, die am frühen Morgen mit Sicherheitsweste bekleidet zur Schule, auf den Wochenmarkt oder zur Arbeit gefahren sind, und die grelle gelbe Weste einfach bis in die späten Abendstunden hinein dann noch auf dem Weg in die Kneipe, zum Café oder zur Bar anhatten.

Hier fährt zwar kaum jemand Fahrrad, doch Australien schreckt wie immer nicht davor zurück, neue Gesetze und Verordnungen für diese nahezu unbekannte und nicht existierende Spezies zu erlassen. Anstatt überhaupt erst mal den einen oder anderen Radweg anzulegen! Was soll’s, jeder geht die Sache ja auch anders an. Vorausschauend handeln, ist uncool und zu unmodern. Es ist ja viel Ausgebuffter alles lässig anzugehen. Planen? Hau‘ mir bloß ab damit! Kritisch betrachtet kann das sehr hastig wirken!

Sicherheitswesten und Bußgelder!

Kaum jemand geniesst eine gute Fahrausbildung. Gut, es gibt da wohl so eine Art Ausbildung und die geht grob so. Jemand der nicht fahren kann, bringt es jemanden bei, der gar nicht fahren kann. Und am Ende nimmt man an einer Prüfung teil. Die/der PrüferIn, kann folglich und höchstwahrscheinlich auch nicht richtig fahren, teilt dem Fahranfänger eine Fleppe aus. Für immer ein Rätsel wird es mir bleiben, wie man hier bei einer Fahrprüfung durchfallen kann. Aber, das gibt es alles.

Ein Teufelskreis. Das nicht fahren können wird ganz leicht ausgebügelt. Das Zauberwort heißt Sicherheitsweste.

Charismatische Sicherheitswesten
Die Australier sind stark vom Tragen einer Sicherheitsweste überzeugt. Man muss gar kein Motorrad fahren können, sobald man so eine Weste anhat, ist eigentlich alles geritzt. Das Gleiche gilt auch für das Fahrradfahren. So eine Sicherheitsweste ist nicht nur ein Schutzschild gegen das Unheil dieser Welt, nein sie strahlt auch eine ganze Menge Autorität aus. Und das ist ja auch sehr wichtig. Charisma durch Sicherheitsweste sozusagen. Angst auslösend ist die Sicherheitswesten-Theorie aber leider auch, ich brauche eine Sicherheitsweste doch nur, weil ich in einer gefährlichen Situation bin. Radfahren?

Sicherheitswesten sind der letzte Schrei!

Der Wahnsinn hört damit nicht auf. Die Polizei hat also jetzt endgültig mal wieder so was von genug und sieht sich fortan gezwungen hart durchgreifen zu müssen. Das wird hier gerne gemacht. Durchgreifen, wenn die Bürger sich mal wieder wie ein Sack Flöhe benehmen, ihnen wird gezeigt, wer am längeren Hebel sitzt. Um den Radfahrern den Ernst der Lage klar zu machen, wird die Aktion „Radfahrer-Späterziehung“ als „Operation Compass“ durchgeführt. 

Der Name der Aktion lässt mich stutzig werden. Ungeniert bedient die Polizei sich einer Militärsprache, indem sie eine Bezeichnung für eine militärische Operation der Alliierten im Zweiten Weltkrieg benutzt. Um mich herum scheint über die Bezeichnung „Operation Compass“ niemand verdutzt.

Aufpassen!
In einem, wie die Polizei von Victoria es nennt „Fahrrad Blitz“ werden in Melbourne in den kommenden drei Monaten vier markante Einfahrtsstraßen überwacht. 

Dass auch bei dem Wort „Fahrrad Blitz“ wieder ein militärischer Begriff eingesetzt wird, soll uns wohl allen zeigen wie Ernst die Sache ist. Die Polizei setzt hemmungslos und wie verrückt ihre Kampfkraft, die Verteilung von Bußgeldern, ein.
 
Operation Compass! Fahrrad-Blitz! Zack zack, zahlen!

• rote Ampel missachten - AUD 299
• Wenn Kinder Kreuzung überqueren, nicht anhalten - AUD 299
• Stoppschild, Hinweisschild missachten – AUD 239
• Vorfahrtsschild missachten - AUD 239
• Fahrrad nicht mit Beleuchtung ausstatten - AUD 149
• Keinen (gesetzlich genehmigten) Fahrradhelm tragen - AUD 149
• Sich nicht links halten - AUD 119
• Keine Vorfahrt gewähren - AUD 119
• Kein Handzeichen geben - AUD 119
• Falsch Rad fahren - AUD 119

Zugegeben, es fällt mir schwer, bei derartiger Wortwahl unvoreingenommen zu bleiben. Während Operation Compass und Fahrrad-Blitz sich für australische Ohren nach absoluter Ordnung anhören mögen, klingen sie für mich höchst unprofessionell. Ganz so, wie jemand der nicht kann, aber doch so gerne möchte. Kulturschock.

Und zugeben muss ich wohl auch, dass ich neulich gar nicht über Holland und Deutschland in einem Flugzeug saß. Träume ....

Schöne Grüße aus Melbourne!


Monday, 20 June 2011

Tropischer Bananen-Kokosnuss Smoothie!

Ein Snack, den man an wunderbar im Garten mit Freunden, im Freibad oder einem Lieblingsbuch im Stadtpark genießen kann. Oder warum eigentlich nicht auch sogar schon zum Frühstück?

Ein Bananen-Kokosnuss Smoothie versetzt einen quasi in nur wenigen Minuten in eine australische Stimmung. Nicht vergessen dabei zu Tagträumen. 

Ich sitze in einem Café unter Palmen, eine milde Brise weht, das Meer ist türkisfarben ... das Leben kann nicht besser werden.

Zutaten für 2 – 3 Portionen:

o    60g Palmzucker
o    60 ml Wasser
o    250 ml Kokosnussmilch
o    2 grosse Bananen
o    300 g Eis
o    1 Esslöffel Limettensaft

Zubereitung:

o    Palmzucker und Wasser in einen Topf geben und unter Rühren auflösen. Zum Kochen bringen.
o    Abkühlen lassen, dann mit den restlichen Zutaten in einem Mixer pürieren.
o    Eiskalt servieren.

Schöne Grüße aus Melbourne!


 

Sunday, 19 June 2011

Shortest Lunch zur Wintersonnenwende!

Es ist Winter! Noch ein paar Stunden, dann ist es vorbei, das kürzeste Wochenende des Jahres. Ab jetzt können wir uns schon wieder auf den Frühling freuen. Nicht wirklich, aber ein ganz klein wenig sind wir ihm näher gerückt. Immer schön positiv denken! Die Wintersonnenwende findet auf der Südhalbkugel übrigens am 21. Juni statt.

Ein paar kleine Weingüter im Yarra Valley zelebrieren das kürzeste Wochenende im Jahr mit Weinproben und speziell für den Anlass zubereiteten Leckereien. Gäste sind eingeladen von Weingut zu Weingut zu pendeln, Wein zu probieren, zu schlemmen, live Musik zu hören und ganz einfach die herrliche Landschaft zu bestaunen. Die liegt in den meisten Fällen wie ein endloses Gemälde vor einem. Ein Bild, durch das ab und an auch schon mal das eine oder andere Känguru hüpft. 

Die Bezeichnung Shortest Lunch bezieht sich auf das kürzeste Wochenende im Jahr. Alles andere als knapp fällt das Mittagessen aus. Damit man nicht zu kurz kommt und damit genug Platz bleibt auch auf jedem Weingut etwas zu probieren, werden alle Gerichte in Vorspeisengröße angeboten.

Marinierte Knoblauch-Garnelen, gegrillt und mit einer milden Chili-Sauce auf duftendem Basilikum mit Reis! Gegrillte Lammkoteletts in einer marokkanischen Gewürzmischung mit Kichererbsen Salat! Kalb-und Pilzragout auf Pappardelle mit gehobeltem Parmesan und Kräuter Gebäck! Gourmet Burger entweder mit Premium Yarra Valley Rindfleisch oder Mais! Kanadische Pfannkuchen mit Ahornsirup, Speck, Zitrone und Zucker, frischem Obst, Sahne oder Eis! Hähnchen, Gemüse und Kichererbsen-Suppe! Karamelisierte Zwiebeln, Ziegenkäse und Mandel-Ravioli mit einer leichten Salbei-Buttersauce! Auberginen und Tomaten gebacken!


Es ist Winter! Heute hatten wir nur 15 Grad. Doch, wer vermisst schon bei so einem Angebot und Lebensstil den Sommer? Auch der Winter in Australien bringt viel Freude. Draußen ist es stockdunkel, ungemütlich und es ist Zeit für eine Tasse Roibos Tee!

Aber, wenn er dann irgendwann doch wieder kommt ... Sommer! Die paar Monate schaffe ich spielend.

Schöne Grüße aus Melbourne!


Friday, 17 June 2011

Australien! In der Schwarzwalklinik?

Krank sein ist nie schön, die Aussage kann ich noch toppen, es ist erst recht nicht schön, wenn man in Australien lebt. Wie es der Zufall will, musste ich in den letzten Jahren öfter mal zum Arzt. Das Leben ist nun einmal kein Ponyhof.

Als Patientin fühlte ich mich hier noch nie ausreichend betreut. Das Pflegepersonal ist immer freundlich, da kann ich nichts anderes behaupten und das australische Gesundheitssystem hat man eigentlich auch relativ schnell verstanden. Es bietet bis jedoch auf den einen riesigen Vorteil, der spottbilligen Krankenversicherung, nicht viel. So billig, wie die Versorgung ist, fällt sie auch aus. 

Die bürokratischen Hürden die ich hier als Patientin zu nehmen habe sind „hoch“ und scheinen oftmals unüberwindbar. Nicht ungewöhnlich das man als Patient auf eine nötige Untersuchung schon mal einige Wochen zu warten und dann auch noch vier verschiedene Ärzte zu besuchen hat, die nicht ausreichend miteinander kommunizieren und dementsprechend unschlüssig handeln. Unkoordiniert ist da noch milde ausgedrückt. Die sind relaxt in diesem Land, auch die Ärzte. Ab und an fiel mir nur ein Wort ein, beim betreten eines Untersuchungsraums in verschiedenen Krankenhäusern, „Schlampenstube“.

Extremer Unterhaltungswert. Das Gute ist, man wird immer ausgesprochen abwechslungsreich unterhalten, beim Arztbesuch in Australien. Ich habe bei Ärzten Auftritte erlebt ... da verlangen andere Künstler Geld für eine Eintrittskarte!

So wie einmal bei einer Hausärztin, ich hatte mich unter einer dicken Decke zu verstecken nur, damit sie mir ihre Schreibtischlampe unter eben dieselbe stellte, um mich untersuchen zu können. Sie hat mir auch von ihren deutschen Ahnen erzählt und dass sie der Meinung ist, dass alle deutschen Hypochonder sind.

Geht auch sonst vieles drunter und drüber beim Arzt, beim Thema Hinweis-Schild, lassen sie sich nicht lumpen. Denn beim Arzt da sollte ja schon alles seine Ordnung haben! Oder nicht? In Australien wird man nicht alleine gelassen. Köstlich! Würden sie diese Energie bloß in die Beratung ihrer Patienten stecken!

Warnschilderwald in Arztpraxis
Oder ein anderer. „Keine Sorge, mit der Kondition können sie locker noch zehn Jahre ohne Probleme leben, die Ärzte in Deutschland sind da doch gar nicht mehr auf dem neusten Stand“. In einem so jungen Land sind zehn Jahre natürlich eine Ewigkeit.

Präventivmedizin scheint ein auch eher unbekanntes Konzept zu sein und meine Hausärztin reagiert jedes Mal mit Unverständnis, wenn sie mal meinen Blutdruck messen soll. Sie versteht das nicht, denn ich hatte doch noch gar keinen Schlaganfall. Gesundheits-Check-ups? Was ist das denn? Bevor sie mal ein Blutbild anlegt, müssen wir fast einen Ringkampf ausfechten.

Man munkelt, dass es auch besser ist, wenn man nicht auf Notfallhilfe angewiesen ist. In den letzten sechs Monaten des Jahres 2010 warteten 958 Menschen mehr als einen Tag auf eine Notfallbehandlung.

Beim Arztbesuch sollte man immer schön aufpassen und nur gut informiert einen Arzt aufsuchen!

Melbourne. Patientin geht zum Arzt, Heuschnupfen geplagt. Der nette Herr verschreibt ihr gleich auch ein paar Injektionen gegen ihr Leiden. Sie geht zur Apotheke, um sich dort das verschriebene Medikament zu besorgen, nimmt das Medikament entgegen und sucht wieder ihren Arzt auf. Der zeigte sich zunächst ganz klein wenig verwundert über das Aussehen des Produktes, um sicherzugehen, fragt er noch mal bei dem Apotheker nach. Der bestätigt ihm, der Patientin das richtige Produkt mit auf den Weg gegeben zu haben. Er zögert nicht mehr und injiziert der Patientin das Medikament.

Die Patientin klagt gegenüber dem Arzt in der nächsten Zeit über Verwirrtheit, Atembeschwerden und Krämpfe in ihren Beinen. Der Arzt beruhigt seine Patientin, die Beschwerden seien lediglich eine milde Reaktion auf die Injektion. Dumm gelaufen. Das war leider nicht das Medikament, das er der Patientin verschrieben hatte. Der Patientin hatte er nun ein Medikament gegen Schizophrenie verabreicht, um sie von ihrem Heuschnupfen zu befreien. Der Hausarzt hatte der Patientin Kenacort für ihren Heuschnupfen verschrieben. Diese bekam in der Apotheke Modecate ausgehändigt. Kenacort ist ein synthetisches Kortikosteroid und wird hier gegen Allergien angewandt. Modecate, Wirkstoff Fluphenazin wird bei Schizophrenie angewandt. Der Fehler wurde eine Woche später, als die Patientin in der gleichen Klinik von einem anderen Arzt behandelt wurde, entdeckt.

Das erinnerte mich an die Situation, als mir meine Hausärztin ein Medikament verschrieben hat, welches in dieser Form in Europa und England für diese besagte Erkrankung nicht mehr genutzt wird. "Studien haben ergeben, bla bla bla ...". Sie war mehr als wütend, als ich mit der Info wieder in der Praxis auftauchte. Nach einem weiteren Ringkampf hat sie mir was anderes verschrieben. In all den Jahren habe ich hier noch nicht einen Arzt gesprochen, der es mochte, wenn man als Patient nachfragt oder etwas genauer wissen möchte.

Denke ich an Deutschland zurück, fällt mir spontan nur ein Arzt ein, der mir mal  totalen Unsinn mit auf den Weg gegeben hat. Beim letzten Besuch, vor meiner Abreise nach Oz, erzählte ich ihm, dass ich die eine oder andere Sorge hinsichtlich der gesundheitlichen Versorgung in Australien hege. „Da können sie ganz beruhigt sein, die jeweiligen aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse sind auch dort bekannt“.

Ich traue hier niemanden und google alles, bevor ich zum Arzt gehe. Ist alles andere als angenehm, man möchte sich ja eigentlich auf den Arzt verlassen können. In der Schwarzwalklinik würde es so was nicht geben. Der Dr. Brinkmann sollte hier mal dem einen oder anderen auf den Zahn fühlen.

Dr. Brinkman über medizinische Fähigkeiten!

Schöne Grüße aus Melbourne!


Wednesday, 15 June 2011

Australien ist eine reine Wohnungskatze!

Habe jetzt erst von Google Scribe gehört. Bietet man dem Programm irgendeinen Buchstaben, vervollständigt es eigenständig ganze Sätze. Worterkennung ist Magie! Da es hier bei mir um das Leben in Australien geht, liegt es nahe, dass ich beim Ausprobieren die Sätze, wundern würde man sich, fiele es anders aus, mit Australien angefangen habe.

Was gibt Google denn nun über meine derzeitige Heimat Australien zum Besten? Hier der literarische Australien-Weisheiten-Erguss à la Google!

Australien.
Austausch von Australien.
Australien ist gut und wichtig.
Australien gehört zu Portugal.
Australien ist die größte Stadt.
Australien Schafe und Hühner.
Australien ist praktisch wartungsfrei.
Australien immer wieder hin und weg.
Australien immer wieder gerne bereit.
Australien und die USA gehen ja auch.
Australien ist ein Land wie Deutschland.
Australien ist eine reine Wohnungskatze.
Australien zu gehen kann man leider nicht.
Australien und natürlich auch keine Lösung.
Australien und Neuseeland sind gut und teuer.
Australien auf dem Weg in die höheren Welten.
Australien ist ein Land kaum noch zu gebrauchen.
Australien ist die sogenannte schwache Nerven Insel.
Uluru ist ein sehr großer Teil des Geldes für Australien.
Australien und Großbritannien mit Zustimmung des Kunden.
Australien und Neuseeland sind die beiden Inseln im Pazifik.
Australien entsprechend der neuen Version wird es ganz sicher.
Australien die Insel ist grundsätzlich nicht gestattet und strafbar.
In Australien und Neuseeland gibt es auch tierisch auf den Sack.
Die australischen Ureinwohner sind die besten Voraussetzungen.
Australien gehört verboten und ein paar gute Tipps sind sehr hilfreich.
Australien und Neuseeland liegt in meinen Augen wirklich nicht auf der Hand.
Australien liegt in der persönlichen Entwicklung weit hinter dem Rest der Welt.
Australien ist die häufigste Ursache für eine kleine kompakte und leichte Bauweise.
Australien oder Neuseeland kann man per Knopfdruck sofort in die richtige Richtung lenken.
Australien bietet die komplette Palette der politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für ihre Gesundheit.

Lustiges, aber auch vieles, das zum Nachdenken anregt. Australien ist eine reine Wohnungskatze. Wie darf man das deuten?

Gar nicht! Das war ganz schlicht ein bunter Wortblumenstrauß gequirlter Unsinn.

Hier selbst mal scriben. Und? Was verrät Google Euch über Australien? Über Eure Antworten in den Kommentaren freue ich mich schon jetzt.


Schöne Grüße aus Melbourne!