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Thursday, 15 May 2014

Interview mit dem Sänger und Songwriter Felix Hein


Felix Hein kommt aus Düsseldorf in NRW und hat das Publikumsvoting beim Film Song Contest von Mathias Schweighöfer gewonnen. Gerade arbeitet er an seinem ersten Album. 

Im zurückliegenden Februar hat er drei fantastische Wochen in Melbourne im Bundesstaat Victoria verbracht. Im Interview erzählt er, wo er in Melbourne während seines Aufenthalts gewohnt hat, was ihm so richtig gut gefallen hat und wie es war, als er das erste Mal auf einem Surfbrett stand und die Welle hinter sich gespürt hat.

Dorothée Lefering: Wie hast Du Dich auf den Trip vorbereitet? Brauchtest Du bestimmte Impfungen, Visum ...?

Felix Hein: Großartig habe ich mich gar nicht so sehr auf den Trip vorbereitet. Da ich generell ein sehr spontaner und abenteuerlustiger Mensch bin, habe ich das einfach auf mich zukommen lassen. Natürlich hat man darauf geachtet, dass Rahmenbedingungen stimmen, wie ein elektrisches Visum, welches man sich problemlos via Internet ausdrucken konnte und eine Reiseversicherung für mein Gepäck, da ich meine Gitarre mit dabei hatte.

Dorothée Lefering: Welche Strecke bist Du geflogen und wie hast Du den langen Flug gemeistert?

Felix Hein: Der Hinflug war etwas Kräfte zerrend, ich bin abends am 20. Februar los geflogen und bin am 22. Februar morgens in Melbourne angekommen. Zudem musste ich drei Mal umsteigen. 1. Zwischenstopp war Dubai, 2. Singapur und 3. Sri Lanka. An sich war der Flug sehr angenehm, die Reisegesellschaft war sehr gut und das Personal sehr nett. Den Flug habe ich durch gute Filme gemeistert, eine kleine Mütze Schlaf und interessanten Gesprächen mit jemandem aus Sri Lanka, den ich im Flugzeug kennengelernt habe.

Dorothée Lefering: Wo hast Du in Melbourne während Deines Aufenthalts gewohnt?

Felix Hein: Ich habe in Cheltenham gewohnt, ein kleiner schöner Vorort von Melbourne, von dem man eine halbe Stunde mit der Bahn in die Stadt gebraucht hat, dort habe ich in einem wunderschönen Haus mit meiner Homestay-Family gewohnt. Mit den vier Kindern wurde es nie langweilig und die Unterkunft war sehr schön, außerdem hat Marcia meine Homestay-Mum superlecker gekocht.

Dorothée Lefering: Was hat Dir am besten gefallen?

Felix Hein: Ich kann gar nicht richtig sagen, was mir am allerbesten gefallen hat, ich bin einfach von der australischen Mentalität super angetan, die Offenherzigkeit und Spontanität ging mir direkt ins Herz und ich habe mich so schnell wohlgefühlt.

Es ist einfach extrem spannend, was man alles für Menschen und die Geschichten dahinter kennenlernt und Melbourne die Stadt an sich, die praktisch niemals schläft, bietet auch eine riesige Palette an Aktivitäten, die die Tage schneller vorbei gehen lassen, als man es möchte. Hätte ich eine Fernbedienung um die Zeit zu beeinflussen, dann hätte ich alles in Super-Slowmotion abspielen lassen und jetzt würde ich sofort zurückspulen, um wieder dort zu sein.

Ich hatte das Gefühl, das Werte wie Gerechtigkeit, Freundlichkeit, Loyalität, viel wichtiger sind als alles andere und der Mensch im Vordergrund steht, mein Homestay-Dad John hat mir auch berichtet, dass der gesellschaftliche Druck auf dem Arbeitsmarkt nicht so stark sei, was sicherlich ein großer Aspekt ist.

Natürlich die ganze Zeit im Sonnenschein zu sein, war auch total genial, zumal ich dort im Februar war, als das Wetter in Deutschland nicht schlimmer hätte sein können.

Besonders hat mir auch die Great Ocean Road samt den Stränden und dem schönen Surferdorf Torquaye gefallen, wo ich auch einen Tag surfen war. Aber am schönsten war ein Ausflug, mit Freunden, die ich dort gewonnen habe. Wir haben uns für vier Tage ein Auto gemietet und sind zu den Grampians gefahren, welches ein unglaubliches und einprägsames Erlebnis war. Diese Freiheit zu fühlen und die wunderschöne Natur um einen herum war einfach nur einzigartig, außerdem habe ich den wunderschönsten Sonnenuntergang meines Lebens erlebt.

Dorothée Lefering: Hast Du giftige Tiere gesehen?

Felix Hein: Giftige Tiere nicht direkt, aber Koalas und Kangaroos, was schon sehr exotisch für uns Deutsche ist.

Dorothée Lefering: Was hast Du alles unternommen in Australien?

Felix Hein: Ich habe so viel unternommen, angefangen von kleinen Aktivitäten wie z.B. einfach nur abends mit Freunden einen Film anschauen beim "Movie under the stars" in Melbourne gibt es quer durch die Stadt Open-Air-Cinemas, wo man sich abends gemütlich und kostenlos Filme anschauen kann. Oft haben wir auch BBQ am Strand gemacht, es ist so was von genial, dass es fast alle 50 Meter BBQ-Grills gibt, die einfach via Knopfdruck elektronisch aktiviert werden können und das völlig kostenlos. Natürlich habe ich mit Freunden alle möglichen Strände abgeklappert, wo wir auch einfach nur mal relaxt haben und die Stunden in der Sonne untergehen gelassen haben. Es war einfach eine so entspannende und zeitlose Zeit, weil man alles andere ausgeblendet hat.

Die ersten zwei Wochen war ich in einer Sprachschule, meist immer von 8 bis 12 Uhr. Danach war ich meistens mit Freunden was essen, denn essen gehen konnte man in Melbourne supergut, es gibt unzählige gute Restaurants und die Vielfalt an Möglichkeiten ist einfach unglaublich.

Des Weiteren haben wir einen Trip zur Great Ocean Road gemacht, welcher auch sehr viel Spaß gemacht hat, da man wunderschöne Bilder gesehen hat, die man sein ganzes Leben wohl nicht vergessen wird. Mein Surftrip war auch total aufregend, im Surferdorf Torquaye, hatte ich den halben Tag Surfunterricht in einer kleinen Gruppe mit noch vier anderen Leuten aus Neuseeland. Es war ein unglaubliches Gefühl, das erste Mal auf einem Surfbrett zu stehen, die Welle hinter einem zu spüren und im völligen Gleichgewicht behutsam zur Küste getragen zu werden. Diesen Augenblick werde ich nicht vergessen, ein unbeschreibliches Gefühl.

Ich war auf vielen Festivals, Food-Festivals, Culture-Festivals, welche einem einen wirklichen interessanten Einblick in andere Kulturen gestatten.

Mein absoluter Lieblingsort war der Victoria Night Market, der jeden Mittwoch abends stattgefunden hat. Für mich war dieser Ort einfach magisch, weil der riesengroße Nachtmarkt seine ganz eigene Atmosphäre mit sich getragen hat, alleine schon die ganze Vielfalt an Livemusik und die leckere Fressmeile, in der man echt von jeder Kultur die leckersten Delikatessen essen konnte. Dort konnte man sich echt für Stunden verlieren und die Zeit einfach mal anhalten.

Ich habe es auch oft genossen, mich einfach durch die Stadt treiben zu lassen und hier und da mal einem Live-Musiker zuzuhören, denn fast an jeder Ecke findet sich jemand, dem man gerne zuhören kann. Da ich ja selber auch Musik mache, war das für mich großartig und ich habe es wirklich genossen, offene Ohren für neue Dinge zu finden.

Einen Abend habe ich auch auf dem Eureka Skydeck verbracht, welches sich hoch über die Stadt streckt, dort hatte ich einen unglaublichen 360-Grad-Blick über Melbourne und der Sonnenuntergang, der sich in den späten Stunden aufgemacht hat, ließ einen am Ende des Tages einfach nur noch wortlos sein und man konnte mit diesen Bildern im Herz und Kopf gut einschlafen.

Dorothée Lefering: Wie konntest Du Dein Mobiltelefon in Australien nutzen?

Felix Hein: Ich habe mir einfach eine Handykarte von Optus für einen Monat geholt, die man problemlos nutzen konnte, sogar mit Internet und das hat nur 14,99 Dollar gekostet, dort hatte ich 300 Freiminuten und konnte so problemlos mit Freunden und Verwandten in Kontakt bleiben.

Dorothée Lefering: Drei adjektive die Deinen Trip nach Australien beschreiben?

Herzlich, paradiesisch, erkenntnisreich. Drei Adjektive sind viel zu wenig, da mir das erlebte schon schwerfällt in Worte zu fassen. Der Lebensstil hat mich einfach total mitgenommen und ich spare schon darauf, so schnell wie möglich wieder zu kommen.

Dorothée Lefering: Danke Felix, dass Du dir die Zeit für ein Interview genommen hast. Ich freue mich total, dass Du so eine tolle Zeit in meiner zweiten Heimat hattest, und wünsche Dir weiterhin alles Gute und viel Erfolg als Sänger/Songwriter.

Ihr würdet auch gerne so einen Urlaub in Melbourne machen? Ganz einfach. Die Sprachreise hat Felix mit Kaplan Sprachreisen gemacht.

Schöne Grüße

Tuesday, 11 February 2014

Ausgeschlossen! Sie werden Australien nicht zu ihrer Heimat machen

Australien ist ein Einwanderungsland. Irgendwann kamen alle mit einem Boot auf die Insel, wenn auch nicht persönlich, so waren es mit Sicherheit die Vorfahren der Bewohner. Ich fliege gerne mit Singapore Airlines hin und her ...

Laut UNHCR lag im Jahr 2012 die Zahl der Asylsuchenden in Australien bei 15.800. Ein Drittel, etwa 5.267 Menschen, stammen aus Afghanistan oder Sri Lanka. Im Vergleich zu anderen Ländern bleibt der Anteil der Asylsuchenden in Australien weiterhin weit unter dem Durchschnitt. Und trotzdem sind die Leute so fremdenfeindlich. Basiert diese Xenobhobie auf Angst vor dem Unbekannten oder ist es schlicht und ergreifend Dummheit?

Ausgeschlossen! Sie werden Australien nicht zu ihrer Heimat machen.

Viele Australier sind fest davon überzeugt, dass jeder einzelne Mensch auf der ganzen Welt davon träumt, in Australien zu leben. Die australische Regierung ist es mit Sicherheit, warum würde sie sonst Maßnahmen gegen Flüchtlinge ergreifen? 

Nach der berühmten „Stoppt die Boote“-Kampagne hat sie sich wieder einmal etwas ausgedacht, um den Asylsuchenden den Anreiz zu nehmen, sich auf den Weg nach Australien zu machen.

Tony Abbott glaubt, dass Menschen die sich in Notsituationen befinden, daheimsitzen und sich tropische Traumziele aussuchen, in denen sie um Asyl, sprich um Aufnahme und um Schutz vor Verfolgung bitten können. 

Denen will er einen Strich durch die Rechnung machen, schließlich ist er Premierminister und muss die Australier beschützen. Diesmal soll eine speziell entwickelte 18-seitige Grafik-Kampagne dafür sorgen, Asylsuchende aus Afghanistan abzuschrecken. Man kann sich den Comic auf der Seite der australischen Zoll-und Grenzschutzbehörde anschauen. 


Macht Australien es richtig? Ich freue mich auf alle Antworten.

Schöne Grüße

Thursday, 28 November 2013

Bedingungen für Neuseeländer in Australien

Australien verwehrt den in Australien lebenden Kiwis einige der wichtigsten Vorteile die eine Daueraufenthaltsgenehmigung mit sich bringt. Ein neuseeländischer Politiker bittet Australien, den im Land lebenden Kiwis die Chance auf ein fair go zu geben. Damit meint er lediglich, dass den in Australien lebenden Neuseeländern die gleiche Behandlung wiederfährt, wie den in Neuseeland lebenden Australiern.

Aktuelle Situation

Friday, 27 September 2013

Ausstellung: Deutsche in Australien

Bis vor Kurzem war ich noch eine der 900.000 von den über 22 Millionen Einwohnern Australiens, die bei der Volkszählung im Jahr 2011 angegeben hat, deutsche Wurzeln zu haben. 

Deshalb freue ich mich ganz besonders über die Ausstellung Deutsche in Australien im Deutschen Auswandererhaus in Bremerhaven. Ich erlebe es ja nicht alle Tage, dass meinen deutschen in Australien lebenden Freunden und mir eine ganze Ausstellung gewidmet wird. Auch der Botschafter der Australischen Botschaft in Berlin Peter Tesch hat deutsche Wurzeln und ist begeistert von der Ausstellung: „Die Art und Weise, wie dieses Museum mit Familiengeschichten umgeht und das Thema Migration umsetzt, ist einzigartig. Das hat mich bereits bei meinem ersten Besuch in diesem Haus beeindruckt.“

Australien ist und bleibt für viele Menschen ein Sehnsuchtsort. Die Ausstellung Deutsche in Australien im Deutschen Auswandererhaus Bremerhaven erzählt im Rahmen einer Sonderausstellung von 225 Jahren deutscher Einwanderung in Australien, von 1788 bis heute. Zu der Ausstellung kam es, weil Museumsdirektorin Dr. Simone Eick den Museumsbesuchern zugehört hat: „Es war ein lang gehegter Wunsch vieler unserer Besucher, dass wir den Deutschen in Australien eine eigene Ausstellung widmen.“

© Sammlung Deutsches Auswandererhaus
Zum Bild aus der Ausstellung: In solchen 40 Quadratmeter großen Nissenhütten aus Wellblech waren in den 1950er/1960er Jahren zahlreiche europäische Einwanderer in Australien untergebracht. Hier Barbara Kissling aus Bochum mit ihren Kindern Esther und Frank nach ihrer Ankunft in Bonegilla im Sommer 1960. Im Rahmen des deutsch-australischen Anwerbeabkommens fuhr auch Familie Kissling 1959 von Bremerhaven mit der „Castel Felice“ nach Australien. Sechs Wochen verbrachten sie nach ihrer Ankunft in Bonegilla, bis ihr Mann eine Stelle in Tasmanien angeboten bekam. Bärbel Kissling lebt noch heute auf der Insel.  

Schaut man sich die ausgestellten Fotografien und Dokumente an, kann man die Erlebnisse der Immigranten gut nachempfinden, angefangen mit der ersten europäischen Siedlung in Australien. Arthur Phillip, der die Sträflingskolonie am Ufer des heutigen Sydney Harbour gründete, war übrigens deutsch-britischer Herkunft.

Im Museum dauerhaft zu sehen ist auch ein vom Deutschen Auswandererhaus produzierter Dokumentarfilm „Down Under. Eine Reise zu Deutsch-Australiern“. Für die Dreharbeiten war ein Filmteam in Australien unterwegs und hat Interviews mit deutschen Auswanderern oder deren Nachfahren geführt. Die Australische Botschaft in Berlin unterstützt das Ausstellungs- und das Filmprojekt.

Deutsche in Australien, 1788 – heute. 30. September 2013 bis 2. März 2014 im Deutschen Auswandererhaus Bremerhaven, Columbusstraße 65, 27568 Bremerhaven. Täglich von Montag bis Sonntag geöffnet, geschlossen am 24. Dezember 2013.

Wer hier auf AUSTRALIEN-EREIGNISSE noch nicht alle Augenzeugen kennengelernt hat, die ich bislang getroffen habe, kann das hier nachholen: AUSTRALIEN-EREIGNISSE Augenzeugen

Viel Spaß, vielleicht sehen wir uns in Bremerhaven?

Schöne Grüße

Friday, 20 September 2013

Vom hohen Norden auf die südliche Erdhalbkugel und zurück. Interview mit Katharina


Katharina kommt aus der Gegend um Hamburg. Erst vor ein paar Tagen ist sie nach Berlin gezogen, da habe ich sie auch kennengelernt, zufällig, im Büro. 

Auf den Weg nach Australien machte Katharina sich einst mit ihrer Freundin: Work & Travel, ein ganzes Jahr Australien. Im Rahmen des Work und Travel Programms hat sie auf einem Bio-Bauernhof gejobbt. Ihre Arbeitgeber waren auch nach dem täglichen fruitpicking umgänglich und herzlich.

Leider eher selten bis gar nicht treffe ich in Deutschland auf Menschen, die Australien kennen, um so begeisterter bin ich, wenn es dann doch passiert. Katharina erzählt mir ein wenig von ihrem Trip und begeistert mich umgehend. Sie verrät, wann sie sich mit dem Australienvirus infiziert hat und erzählt von einer ihrer schönsten Erfahrungen in Australien.

Dorothée Lefering: Warum Australien?

Katharina: Weil es ein sehr vielfältiger Kontinent ist: Man hat Wüste, Regenwald und tolles blaues Meer mit Riffen. Dazu kommt die beeindruckende Tierwelt. Es ist ein Land, wo man jeden Tag erneut verzaubert wird. Außerdem war es ein toller Reiz, für einen längeren Zeitraum (insgesamt ein Jahr) am anderen Ende der Welt zu sein.

Dorothée Lefering: Welche Sehenswürdigkeiten hattest Du die Gelegenheit in Australien zu besuchen? Wie hast Du diese erreicht, wie bist Du von A nach B gekommen? War die Route vorher geplant oder hast Du Dich einfach treiben lassen?

Katharina: Gleich zu Beginn kauften meine Freundin und ich uns ein Auto, das wir auch erst wieder kurz vor der Abreise verkauften. Es war ein Kombi, das unser Zuhause wurde. Er brachte uns nicht nur zu allen Orten, sondern verstaute auch unser gesamtes Gepäck – einschließlich einer Matratze im Kofferraum, der unser „Schlafzimmer“ war.

Einen konkreten Plan einer Route gab es nicht … wir ließen uns treiben, was zu einer der schönsten Erfahrungen wurde, die ich in diesem Jahr machte.

Auf unserem Weg sahen wir die gesamte Ostküste, fuhren die Great Ocean Road entlang, setzten mit der Fähre nach Tasmanien über, besuchten das Red Centre und sahen uns Krokodile in und um Darwin an. Wir wollten auch Westaustralien sehen, doch reichte die Zeit leider nicht aus. Aber diesen Teil werden wir später auch noch entdecken!

Dorothée Lefering: Wie lange im Voraus hast Du den Work & Travel Aufenthalt in Australien geplant? Welche Voraussetzungen sollten Interessierte mitbringen?

Katharina: Meine Freundin träumte schon seit ihrem 12. Lebensjahr von Australien. Als wir uns kennenlernten, steckte sie mich mit Fernweh an. Drei Jahre später bereisten wir den Kontinent. In dieser Zeit haben wir uns immer mal wieder über das Land informiert, doch so richtig ernst wurde es etwa ein halbes Jahr vor Abflug.

Wenn man sich für Work & Travel entscheidet, darf man nicht zimperlich sein. Die Hotels sind nicht immer sauber, man hat gute Chancen die Bekanntschaft mit Bettwanzen und Kakerlaken zu machen. Falls man einen Campervan oder Auto kaufen oder mieten will, muss man sich bewusst machen, dass man wirklich auf sehr engem Raum leben wird. Und natürlich ist ein gutes Orientierungssystem von Vorteil, wenn man in einem Auto lebt.

Dorothée Lefering: Was ist Dein australisches Lieblingsprodukt?

Katharina: Ganz klar: Tim Tams!

Dorothée Lefering: Wie stellst Du Dir den Alltag in Australien vor, denkst Du er ist anders, als Du ihn von daheim kennst?

Katharina: Soweit ich vom Alltag der Aussies mitbekommen habe, ist dieser schon etwas anders, aber nicht so sehr, wie man es vielleicht vorher erwartet hätte. Wir lernten viele Australier kennen, die wie wir morgens aufstanden, frühstückten, arbeiteten, abends gemeinsam aßen und einen Film anschauten. Jedoch sind sie während der Arbeit viel relaxter und nicht so verbissen wie die Deutschen.

Dorothée Lefering: Kannst Du Dir vorstellen, Deutschland den Rücken zu kehren und in Australien zu leben?

Katharina: Für ein paar Jahre wäre es sicherlich ein spannendes Abenteuer, aber nicht für immer.

Dorothée Lefering: Dein Tipp für Work- und Traveller

Katharina: Ich kann nur jedem raten, sich treiben zu lassen und keinen festen, vorgelegten Plan zu folgen. Es macht unglaublich viel Spaß, Freiheit zu genießen! Und es ist wichtig, dass man nicht den Mut verliert. Es wird nicht alles glatt laufen, doch helfen Gespräche mit anderen Reisenden.

Insgesamt sollte man versuchen, so oft wie möglich mit Aussies zu reden, die sehr hilfsbereit und offen sind. Oftmals haben sie auch gute Geheimtipps, den man unbedingt vertrauen sollte!

Zuletzt noch ein praktischer Tipp: Vor der Reise sollte man wichtige Dokumente kopieren und auf einer Cloud speichern. Falls dann mal die Brieftasche verloren geht, kommt man dadurch schneller wieder an Ersatz-Unterlagen heran.

Dorothée Lefering: Danke Katharina. Weiter alles alles Gute wünsche ich Dir und allseits sicheres Reisen.  

Jetzt wollt Ihr Euch Katharinas Reise genau ansehen? Sie hat auf ihrem Blog für alle Daheimgebliebenen geschrieben: Australien-Report

Schon jetzt freue ich mich auf Euer Feedback.

Schöne Grüße!


Monday, 9 September 2013

Premierminister Tony Abbott hat gesagt ...

Tony Abbott ist jetzt Premierminister von Australien. Von jeher ist er dafür bekannt die schäbigsten Dinge zu sagen und dabei nicht einmal so rot zu werden wie seine Badehose. In den letzten Jahren war ich mehr als einmal sprachlos, ob der ganzen Hässlichkeiten, die in seinem Kopf umherschwirren. Hier einige seiner besten Weisheiten.

Friday, 3 August 2012

Australien. Ich will einwandern

Urlaub in Australien, allerspätestens am dritten Tag ist den meisten klar, dass sie unbedingt in Australien leben möchten, weil alles so viel besser ist als in der Heimat. 

Wenn ich mir hier eine Tasse Rooibos-Tee koche, muss ich dazu aber auch erst mal, ganz genau so wie überall auf der Welt, das Wasser kochen, also so viel besser ist es hier gar nicht. Nur so ein Beispiel.

Verwandte und Bekannte halten einen irgendwie auch für verrückt, doch man ist sich sicher, in Australien ist alles besser, die anderen haben keine Ahnung. Der Entschluss steht fest. Wo fängt man jetzt bloß an? Auf der Seite der Einwanderungsbehörde gibt es alle Infos, die man benötigt, um sich ein Bild von den Möglichkeiten bezüglich einer Einwanderung, Arbeitsgenehmigung oder Aufenthaltsgenehmigung zu machen.

Fachkräfte-Vermittlung

Die Einwanderung von Fachkräften ist gekoppelt an die wirtschaftlichen Bedürfnisse Australiens. Unter SkillSelect können einwanderungswillige Fachkräfte seit dem 1. Juli 2012 ihre Details registrieren, um mögliche Arbeitgeber auf sich aufmerksam zu machen. Eigentlich ist es noch besser, registriert man seine Qualifikationen bei der Einwanderungsbehörde, sucht diese das passende Gegenstück. Ganz so wie bei einer Partnervermittlung. Dann nimmt alles seinen Lauf ... oder auch nicht?

Kopf hoch, nicht aufgeben, wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Fachkräfte hier entlang SkillSelect.

Nein, ich werde nicht von der australischen Regierung bezahlt ...

Schöne Grüße aus Melbourne!